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Die Weigerung der kolumbianischen Regierung, mit Venezuela zu kommunizieren, um die Lösung gemeinsamer Probleme anzugehen, könne man als Versuch ansehen, von internen kolumbianischen Realitäten abzulenken, äußerte gestern der Journalist José Vicente Rangel.

Während der Übertragung des Programms „José Vicente heute“ des Privatsenders Televen wies der politische Analyst darauf hin, dass die ungehobelte Art des kolumbianischen Präsidenten Iván Duque, auf Gesprächsangebote seitens der venezolanischen Demokratie zu reagieren, davon abzulenken bestrebt sei, dass dessen Popularität in der Bevölkerung „spektakulär abgestürzt“ ist.

Rangel sprach davon, dass die Regierungsposition des Nachbarlandes einen „überraschenden Mangel an Erziehung“ offenbare angesichts der Instruktionen, die anscheinend Kolumbiens Außenminister Carlos Holmes Trujillo erhalten habe, keinen wie immer gearteten Austausch mit seinem venezolanischen Amtskollegen Jorge Arreaza aufzunehmen.

Laut PL hatte Duque kürzlich sogar die Möglichkeit in den Raum gestellt, ab Januar die diplomatischen Beziehungen mit Venezuela abzubrechen.

In diesem Sinne präzisierte Rangel, ehemaliger Vizepräsident der Republik, die Entscheidung des kolumbianischen Staatschefs hänge mit der Nichtanerkennung der Wahlergebnisse vom 20. Mai des Jahres zusammen, als Nicolás Maduro mit 6.245.682 Stimmen als Präsident wiedergewählt worden war.

Zum Schluss betonte Rangel, dass die Maßnahme Kolumbiens einen Angriff auf die demokratische Verfassungsmäßigkeit Venezuelas darstelle, eine Handlungsweise, die vom Ministerium für Auswärtige Beziehungen zurückgewiesen wurde.