OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS

Der Abend war schon fortgeschritten, als der Präsident des Staats- und des Ministerrats, Miguel Díaz-Canel Bermúdez, seine letzte Aktivität in diesem Bruderland wahrnahm: ein kurzes, aber bewegendes Treffen mit kubanischen Studenten, die sich an verschiedenen russischen Hochschulen befinden, und mit Vertretern der Botschaft Kubas in diesem Land.

Während der Begegnung erklärte er, diese Reise sei eine sehr wichtige, da sie Länder berühre, die ganz besondere Beziehungen zu Kuba hätten.

Er ging ins Detail hinsichtlich des Programms der Stipendien für kubanische Studenten, die an verschiedenen Studienzentren in verschiedenen Fachgebieten tätig seien, was zur Qualifizierung der Arbeitskraft beitrage.

Er berichtete über verschiedene gemeinsame Programme, die man durchführe, wobei dem energetischen Thema besondere Bedeutung zukomme. Ein weiterer hochentwickelter Sektor sei, so versicherte er, der Tourismus, der nicht nur den Austausch unter beiden Völkern ermögliche, sondern Russland zu einem der zehn wichtigsten Emissionsländern von Kuba-Touristen gemacht habe.

Ein anderes Interessensgebiet sei die biotechnologische Industrie und die Pharmazie, deren Qualität internationale Anerkennung finde.

Speziell im Bereich des Transports, hob er hervor, sei eine Anzahl von Eisenbahn-Projekten auf dem Weg, von denen positive Auswirkungen auf die Personen- und Güterbeförderung erwartet würden. In diesem Zusammenhang erwähnte er auch ein Montagewerk für Kraftfahrzeuge in Kuba und die daraus sich ergebenden Vorteile.

„Die Gespräche waren äußerst seriös, sehr offen und von enormem Interesse beider Seiten geprägt, die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen auf das gleiche Niveau anzuheben, das heute im politisch-diplomatischen Bereich festzustellen ist“, betonte er.

Der anwesenden diplomatischen Vertretung bescheinigte er, in Russland großartige Arbeit geleistet zu haben.

Aus Kuba berichtete er über die Debatten in den Vierteln und an den Arbeitsplätzen, die Teil der Diskussion über das Projekt der Verfassungsreform sind.

Díaz-Canel wollte etwas über die Vorlieben seiner Landsleute erfahren, wie ihr Leben dort verlaufe, was sie in ihrer Freizeit täten, welche Erlebnisse sie auf diesem freundschaftlichen Boden gehabt hätten und vieles mehr.

Sie ihrerseits erzählten ihm über die Komplexität der Sprache, das grimmige Klima in einigen Jahreszeiten, die unleugbaren kulturellen Unterschiede und die enorme Erfahrung, die ihr Aufenthalt dort mit sich bringe, verbunden mit den zahlreichen Herausforderungen, die er impliziere.

Und so, zwischen Lachen, warmherzigen Umarmungen, Fotos, Selfies und Anekdoten, vergingen in diesem schönen Land die letzten Stunden des Besuchs des kubanischen Präsidenten. (Y.P.M.)