OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Der Destabilisierungsplan gegen Nicaragua ist das Werk der amerikanischen Rechten, erklärte Ortega Photo: EFE

Der Präsident von Nicaragua, Daniel Ortega, beklagte, dass die „rechten Regierungen“ Lateinamerikas die Organismen der regionalen Kooperation untergraben.

In einem Interview mit der Agentur EFE erklärte Ortega, dass „Lateinamerika Opfer der mangelnden demokratischen Haltung der rechten Regierungen ist, was zu einer Polarisierung und einem Bruch der Integrationsorganisationen“ der lateinamerikanischen Region geführt habe.

„Seit der Gemeinschaft lateinamerikanischer und karibischer Staaten (CELAC), welche entstand, als wir in Lateinamerika eine andere Korrelation hatten, hat es eine solche Schwächung der regionalen Integrationsorgane noch hie gegeben“, sagt der Präsident.

Der sandinistische Führer erinnerte daran, wie dieser Organismus der regionalen Koordination geschaffen wurde, der wie andere unter der Intoleranz rechtsextremer Regierungen leidet, die sich von der Politik de USA leiten lassen.

Laut Ortega erinnert dies an die Zeit, als die Organisation der Amerikanischen Staaten (OAS) dazu benutzt wurde, um angesichts der Gefahr des Kommunismus in Länder wie die Dominikanische Republik einzumarschieren und unter den „befreienden“ Truppen der Yankees die Truppen von Somoza waren. „Diese Geschichte wird gerade neu herausgegeben“, versicherte er.

In Bezug auf Venezuela sagte er, dass das Land Nicolás Maduros „ein Opfer der gleichen Interventionspolitik ist, die Länder wie Kuba erlitten haben und die auch Nicaragua hat erlitten hat“.

Desgleichen wurde bekannt, dass die Vereinigten Staaten beschlossen haben, ihren Monat an der Spitze des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen dafür zu nutzen, um trotz der Opposition mehrerer Mitgliedstaaten die „Krisen“ in Nicaragua und Venezuela vorbringen zu können.

Trotz der Weigerung mehrerer Länder wie Bolivien, Russland oder China, die argumentieren, dass die Situation in diesen Ländern keine Gefahr für den Frieden und die internationale Sicherheit darstelle, organisierten die USA das Treffen.

Die Spaltung rund um das Thema Nicaragua zwang heute den Sicherheitsrat dazu, unvorhergesehen eine öffentliche Sitzung zur Erörterung des Arbeitsprogramms für diesen Monat einzuberufen, eine Agenda, die normalerweise im Konsens angenommen wird und die bei dieser Gelegenheit nicht bestätigt werden konnte.

Bei dem Treffen sprachen sich mehrere Länder dagegen aus, das Thema Nicaragua in das Programm aufzunehmen, während andere die Position der USA unterstützten, darunter Peru und die Mitglieder der Europäischen Union (EU).

Dennoch kündigte Nikki Haley, US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, an, dass ihr Land trotzdem das Treffen über Nicaragua für den Donnerstag anberaumt. Der Generalsekretär der Organisation Amerikanischer Staaten, Luis Almagro, wird voraussichtlich an dem Treffen teilnehmen.