Experte klagt Umgang der ecuadorianischen Regierung mit Wikileaks Gründer an › Welt › Granma - Offizielles organ des PCC
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Während des Programms“ Enclave Política“ versicherten Analysten, dass in Ecuador ein auf persönlichen Ambitionen basierender Kampf stattfinde Photo: TELESUR

Von dem Augenblick an, als der Gründer des Portals Wikileaks Julian Assange die ecuadorianische Staatsbürgerschaft erhielt, gingen Rechte auf ihn über, die jetzt verletzt werden, sagte der ehemalige Verteidiger des Volkes von Ecuador Ramiro Rivadeneira Silva.

„Er muss so wie ein ecuadorianischer Staatsbürger behandelt werden“, betonte der Experte für Menschenrechte im Programm „Enclave Política“, das von Telesur übertragen wird.

In dieser Woche hatte der Präsident Ecuadors Lenin Moreno erklärt, dass der australische Journalist „wann immer er will“ die Botschaft Ecuadors in London verlassen kann.

Moreno sagte, dass seine Regierung auf eine Vereinbarung hinarbeite, die es ermögliche, von Assange, der verfolgt wird, weil er Geheimdokumente der USA hat durchsickern lassen, zu verlangen, die Botschaft zu verlassen und sich dem Gericht zu stellen.

„Wenn es zu einer Vereinbarung dieser Art kommt, werden wir hocherfreut sein, Herrn Assange aufzufordern, die Botschaft zu verlassen und sich einem entsprechenden Gerichtsverfahren zu stellen“, erklärte er in einem Interview auf dem Kanal NTN24.

Dazu sagte Ramiro Rivadeneira Silva, der auch Anwalt für Verfassungsrecht ist: „Es ist unbedingt erforderlich, das Asylrecht zu respektieren“.

«Sie verarmen die Demokratie»

„ Wenn man die Gesamtheit von allem in Frage stellt, was progressive Regierungen getan haben, wird man schließlich die Institutionalität abbauen und die Demokratie verarmt“, betonte Rivadeneira Silva.

In seiner Analyse hob er hervor, dass die Kommuniaktionsmedien die Fakten verschweigen, um nicht die Fortschritte in den Ländern der Region zeigen zu müssen, in denen die Linke regiert.

„Wenn eine Regierung der Rechten den Erfolg hätte, den Evo Morales in Bolivien hat, wäre dies jeden Tag auf der Titelseite zu finden (...) wenn eine Regierung der Linken so scheitern würde, wie dies Macri in Argentinien tut, würde dies unentwegt in den Kommunikationsmedien erscheinen“, sagte er.

Seiner Meinung geschieht das „Verbergen der Fakten“ nicht nur aus politischen sondern auch aus wirtschaftlichen Gründen, weil es den Transnationalen dient, die in der Welt soviel Macht auf sich vereinen.
(Quelle: Telesur)