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Photo: Prensa Latina

Der unabhängige Experte der Vereinten Nationen Alfred Zayas erkannte die negativen Auswirkungen des Wirtschaftskriegs in Venezuela an, er verwarf aber die Idee, dass es zur Zeit eine humanitäre Krise in dem südmerikanischen Land gebe.

Der Beauftragte für die Förderung einer Internationalen Demokratischen und Gerechten Ordnung der UNO sagte gegenüber Telesur, dass auch wenn es Mangel und Versorgungsengpässe in dem Land gebe, sich die Situation mit dem Bild, das man in anderen Ländern beobachten könne, nicht vergleichen lasse.

„Ich habe die Statistiken Venezuelas mit der anderer Länder verglichen und es gibt keine humanitäre Krise, natürlich gibt es Mangel und Versorgungsengpässe, aber wenn man Jahrzehnte für die Vereinten Nationen gelebt und gearbeitet hat und die Lage der Länder Asiens, Afrikas und in einigen Länder Amerikas kennt, weiß man, dass die Lage in Venezuela keine humanitäre Krise ist“, sagte er.

De Zayas wies auf die Auswirkungen der Medienkampagne auf die Wahrnehmung auf internationaler Ebene hin, die in vielen Fällen ein falsches Bild über die wirkliche Situation des Landes liefert, das, wie er betonte, unter einem „Wirtschaftskrieg, einer Finanzblockade und einem hohen Maß an Schmuggel“ leide.

Er sprach sich auch für größere internationale Solidarität aus, damit Venezuela diese Situation überwinden könne und war der Auffassung, dass die internationale Gemeinschaft für die Aufhebung der von den Vereinigten Staaten verhängten Sanktionen arbeiten müsse, die das venezolanische Volk beeinträchtigen.

„Es sind gerade diese Sanktionen, die die Versorgung mit Nahrungsmitteln und Medikamenten verschlechtern“, warnte er.

Der UNO Experte, der im November das südamerikanische Land besucht hatte, sagte, dass um eine humanitäre Krise zu begründen, wie sie Washington glauben machen wolle, glaubhafte Argumente fehlten. Dort wolle man nur den Sturz der demokratisch gewählten Regierung des Präsidenten Nicolás Maduro erreichen, betonte er. (PL)