OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS

BOGOTA – UNO-Generalsekretär António Guterres traf gestern mit etwa 250 ehemaligen kolumbianischen Guerrillakämpfern und Gemeindevertretern im Departamento Meta im Zentrum Kolumbiens zusammen.

Guterres begann am Sonntag eine Rundfahrt durch den Territorialen Bereich der Fortbildung und Wiedereingliederung (ETCR) von Buenavista, Gemeinde Mesetas, etwa einhundert Kilometer von Villavicencio, der Hauptstadt von Meta, entfernt.

Der hohe Gast beabsichtigt, sich aus erster Hand von einer der Erfahrungen im Prozess der Wiedereingliederung in das Zivilleben der ehemaligen Guerrilla zu überzeugen, die im September 2017 in die Partei Alternative Revolutionäre Kraft des Volkes (FARC) verwandelt worden war.

Auf seiner Rundfahrt wurde der Generalsekretär der Vereinten Nationen vom Leiter der UNO-Mission in Kolumbien Jean Arnault, vom Hohen Berater für den Postkonflikt Rafael Pardo und vom Hohen Beauftragten für den Frieden in Kolumbien Rodrigo Rivera begleitet, berichtet PL.

Vonseiten der Führung der FARC nahmen am Austausch ebenfalls Iván Márquez und Rodrigo Granda teil, die zusammen mit zwei weiteren Vertretern der FARC, Pablo Catatumbo und Pastor Alape, am Vortag eine Zusammenkunft mit Guterres hatten, bei der sie für das Engagement der UNO in der Errichtung des Friedens in Kolumbien dankten.

Der ETCR Buenavista war eines der größten Gebiete, in denen die ehemaligen Guerrilleros Mitte letzten Jahres in strikter Erfüllung des in Havanna mit der Regierung geschlossenen Pakts die Waffen abgaben.

BÜRGENDE LÄNDER BESTÄTIGEN DEN BERICHT DER UNO ZUR ÜBERPRÜFUNG DES FRIEDENSABKOMMENS

Kuba und Norwegen, bürgende Länder des Friedensprozesses von Havanna, begrüßten den Bericht des Generalsekretärs bezüglich der Mission der Überprüfung der Vereinten Nationen in Kolumbien, der am vergangenen 10. Januar im Sicherheitsrat diskutiert wurde, wo die Fortschritte und Hindernisse aufgeführt werden, zu denen es im Prozess der Umsetzung des endgültigen Friedensabkommens gekommen ist.

«In diesem Zusammenhang wird die Rolle bestätigt, die diese Mission der Überprüfung der Vereinten Nationen in Bereichen von lebenswichtiger Bedeutung für die Erfüllung dieses Abkommens hat, so jene bezüglich der Sicherheit der ehemaligen Mitglieder der FARC-EP und der vom Konflikt betroffenen Gemeinden sowie die politische, juristische, ökonomische und soziale Wiedereingliederung dieser ehemaligen Guerrillaorganisation», fügt eine von den Bürgen herausgegebene offizielle Mitteilung hinzu.

In diesem Sinne riefen sie dazu auf, den Prozess der Umsetzung inmitten des Wahlkampfes in Kolumbien voranzutreiben, wo in diesem Jahr Präsidentschaftswahlen stattfinden sollen.