OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS

LIMA - Dass zwei zentristische Parteien die Begnadigung von Alberto Fujimori scharf verurteilten, vertiefte gestern die Isolierung von Präsident Pedro Pablo Kuczynski, der von vielen als „Geisel von Fujimori“ angesehen wird.

Die Abgeordnete Marisol Espinoza verurteilte die Begnadigung und sagte, dass das Staatsoberhaupt durch seine eigene Entscheidung zur Geisel von Fujimori geworden sei.

Eine ähnliche Bezeichnung benutzte der ehemaligen Wirtschaftsminister Alonso Segura, der den Verlust der Unterstützung von fast allen politischen Kräften gegenüber Kuczynski feststellte.

Die Parteien Allianz für den Fortschritt (APP) und Volksaktion (AP), die zwischen Unterstützung und Kritik an der neoliberalen Regierung Kuczynski schwankten, kritisierten seine Entscheidung scharf, den früheren Präsidenten zu begnadigen, der für Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Korruption verurteilt wurde.

Die APP äußerte in einer Erklärung „absolute Ablehnung der Begnadigung“ und nannte sie das Produkt einer „dunklen politischen Allianz“ und eines „berüchtigten Pakts“ zwischen Fujimori und Kuczynski, um die Verbrechen ungestraft zu lassen, für die Fujimori verurteilt wurde.

Aufgrund der Begnadigung traten drei der 18 Abgeordneten der Regierungspartei sowie mehrere hochrangige Beamte zurück, während Ministerrücktritte aus demselben Grund als unmittelbar bevorstehend angesehen werden.

Der Analyst Gustavo Gorrit wies darauf hin, dass die Begnadigung Fujimoris Kuczynski „in eine Position der Schwäche und Abhängigkeit gebracht hat, er hat für immer die Hilfe der demokratischen Sektoren gegen die Angriffe von Fujimori verloren“. (PL)