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Hunderte von Menschen wurden verhaftet, geschlagen, gefoltert und misshandelt Photo: Juvenal Balán

TEGUCIGALPA - Eine Gruppe von Berichterstattern der Vereinten Nationen (UNO) und des Interamerikanischen Gerichtshofs für Menschenrechte (IACHR) verurteilte am Mittwoch die Tötung von mindestens 12 Menschen und die Verhaftung von Hunderten von Bürgern, die gegen die vom Obersten Wahlgericht (TSE) von Honduras am Sonntag verkündeten Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen protestiert hatten.

Die Experten legten in Genf, Schweiz, einen Bericht vor, in dem auf die kritische politische und soziale Situation in dem lateinamerikanischen Land hingewiesen wird. Die Regierung wird ermahnt, die Menschenrechte und das Leben der Honduraner zu respektieren.

Im vorgelegten Dokument wird betont, dass Straßenproteste und Aufstände keine Ausnahmesituationen seien, die die Aussetzung der Grundrechte rechtfertigten.

Die Allianz der Opposition gegen die Diktatur in Honduras rief am Mittwochmorgen zu einer Reihe von Demonstrationen und landesweiten Protesten auf, um die jüngst verübten Morde zu denunzieren sowie die Tatsache, dass es bei den allgemeinen Wahlen vom 26. November Betrug gegeben habe.

Manuel Zelaya Rosales, Koordinator der Allianz Opposition gegen die Diktatur, sprach in seinem Aufruf von „abscheulichen Morden, körperlichen Angriffen, Verfolgungen und Attentaten des Militärs, Paramilitärs und der Polizei gegen die Bevölkerung, die ihr universelles Recht auf friedlichen Protest zur Verteidigung ihrer Stimme ausübt“.

Die Oppositionsfraktion, die den ehemaligen Kandidaten Salvador Nasrallah unterstützt, verteidigte in einem Kommuniqué die friedlichen Proteste und warf dem vom Obersten Wahlgericht (TSE) bestätigten wieder gewählten Präsidenten Juan Orlando Hernández vor, der „Hauptverantwortliche“ für die jüngsten Ereignisse in dem mittelamerikanischen Land zu sein, bei denen es mindestens 26 Tote gab.