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BUENOS AIRES - Der Friedensnobelpreisträger Adolfo Pérez Esquivel sagte am Montag in der argentinischen Hauptstadt, dass die Völker, die nicht Eigentümer ihre natürlichen Ressourcen sind, ihre Souveränität verlieren, nachdem er betont hatte, dass der Kapitalismus ohne Herz geboren wurde.

Pérez Esquivel nahm an dem Forum Rechte und Souveränität statt Freihandel, Verschuldung und Macht der Unternehmen des Gipfels der Völker teil, der Gegenveranstaltung zur Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation, die in dieser Stadt stattfindet.

„Wir sind in einer Phase starken Widerstands gegen Unterdrückung“, sagte Pérez Esquivel zu den Anwesenden, nachdem er darauf hingewiesen hatte, dass sich viele von ihnen im November 2005 in Mar del Plata, Argentinien, versammelt hatten, um nein zu sagen zur Amerikanischen Freihandelszone ALCA.

„Der Kapitalismus kann nicht korrigiert werden, er ist herzlos geboren, ist unsensibel“, sagte der Friedensnobelpreisträger und fügte hinzu, dass es eine große Herausforderung sei, die natürlichen Ressourcen unserer Völker zu erhalten, die heute an die transnationalen Unternehmen ausgeliefert würden, welche über den Staaten stünden.

Der Völkergipfel, bei dem Bauern, Arbeiter, indigene Gemeinschaften, Jugendliche und verschiedene soziale Organisationen mehrerer Ländern zusammenkommen, begann gestern sein akademisches Programm mit zwei großen Konferenzen, berichtet PL.

Im Forum Rechte und Souveränität statt Freihandel, Verschuldung und Macht der Unternehmen wurden Bedenken hinsichtlich der Straffreiheit von Unternehmensmacht, des Schuldensystems und des Handels- und Investitionsschutzregimes analysiert.

Im Seminar Multilateralismus, Regionalismus und Bilateralismus. Integration und alternative Reaktion der Völker, wurde über die lateinamerikanische Integration und Einheit, die Weltwirtschaft und die Position der USA diskutiert.