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Über sechs Millionen Stimmberechtigte waren zu diesen Wahlen in Honduras aufgerufen Photo: EFE

TEGUCIGALPA – In einem Umfeld von Ruhe und Normalität verliefen am gestrigen Sonntag in Honduras die Präsidentschafts-, Deputierten- und Bürgermeisterwahlen. Laut Informationen der lokalen Tageszeitung La Prensa herrschte Gelassenheit im ganzen Land. Über sechs Millionen Stimmberechtigte waren zu den Wahlen aufgerufen, bei denen über die neuen Autoritäten des zentralamerikanischen Landes für den Zeitraum 2018-2022 entschieden wurde.

Die Wahlen wurden durch eine aktive Beteiligung gekennzeichnet, wie die Oberste Wahlbehörde (TSE) nach Beendigung des Vorgangs und bei Beginn des Auszählens der Stimmen verlauten ließ. Sie ist auch damit beauftragt, die ersten offiziellen Resultate bekanntzugeben, wenn die Zählung fortgeschritten ist.

Außer den Präsidenten wählten die Honduraner auch die 128 Deputierten zum Nationalkongress, die 20 Abgeordneten für das Zentralamerikanische Parlament sowie die Gemeinderäte der 298 Bürgermeisterämter, hieß es bei PL.

Neun Kandidaten bewarben sich um die Präsidentschaft, aber nach den Vorwahlen im März wurden nur dreien von ihnen Chancen eingeräumt.

Der noch amtierende Präsident Juan Orlando Hernández der Nationalen Partei gilt als Favorit und seine Wiederwahl wird allgemein erwartet trotz der Kritik vonseiten der durch Expräsident Manuel Zelaya koordinierten Opposition, die Hernández‘ Neunominierung als verfassungswidrig bezeichnet.

Die Magna Carta von Honduras, die seit 1982 in Kraft ist, (nachdem bis 1980 das Land praktisch zwei Jahrzehnte lang von Militärdiktaturen beherrscht worden war) verbietet Wiederwahlen unter wie auch immer gearteten Umständen, aber ein Gerichtsurteil von 2015 ließ diese Möglichkeit offen.

Im Jahre 2009 war der damalige Amtsinhaber Manuel Zelaya Opfer eines Staatsstreichs geworden, als er seine Absicht erklärt hatte, die Option der Wiederwahl zum Gegenstand eines Referendums zu machen.

Diese allgemeinen Wahlen waren die am stärksten kontrollierten in der honduranischen Geschichte: Die Rekordziffer von rund 16.000 Wahlbeobachtern aus der Europäischen Union, den Vereinten Nationen, der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), lateinamerikanischen Expräsidenten und Abordnungen befreundeter Staaten spricht Bände.

Um die Sicherheit des Prozesses zu gewährleisten, standen ca. 30.000 Uniformierte, Militärs und Polizisten, bereit.