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MEXICO -Ohne zu rasten, behandelte die kubanische medizinische Brigade bis zu diesem Montag über 6.500 Personen im Isthmus von Tehuantepec in Oaxaca, der Region, die am 7. September am stärksten vom Erdbeben betroffen war.

Die Mitglieder des Kontingents Henry Reeve, die bereits in über 20 Ländern bei Naturkatastrophen oder Epidemien zu Hilfe gekommen waren, haben hier sogar neurologische Eingriffe durchgeführt, die noch nie zuvor in dieser Zone praktiziert worden waren.

Den 40 Spezialisten aus Kuba schlossen sich mexikanische Ärzte als Freiwillige an, darunter der Neurochirurg Germán Luis zapotekischer Abstammung, der Medizin in Kuba studiert hatte und Dr. Mariana Arroyo aus Mexiko-Stadt.

Auch mexikanische Ärzte der Fachrichtung Ophtalmologie, Gynäkologie und Allgemeinmedizin kamen zum von Kuba geschickten und in Ixtepec eingerichteten Feldlazarett, um die vom Erdbeben Betroffenen zu behandeln.

Schon früh am Morgen kommen Menschen dorthin, manche aus anderen Staaten wie Chiapas oder Veracruz.


Elida Salinas Antonio ist eine der Patienten und sie kommt bereits zum zweiten Mal zur Sprechstunde der kubanischen Ärzte, die bei ihr eine Zyste in der Gebärmutter diagnostiziert hatten.

„Die Ärzte haben mir gesagt, ich soll keine Angst haben. Sie haben etwas in der Gebärmutter entdeckt und sie haben mir die Zuversicht gegeben, dass nichts geschehen wird. Ich bin sicher, dass alles gut ausgehen wird“, sagte sie der Zeitung La Jornada.

Der Kinderarzt Ciro Jesús Lobaina, der über 500 Patienten behandelt hat, sagt, dass die Behandlung der Kleinen immer besonder heikel sei. Er sagte, dass eine große Anzahl von angeborenen Fehlbildungen gebe, viele Kinder mit Down Syndrom. „ Wir sehen viele Fehlbildungen der Wirbelsäule, an Füßen, Knien und Hüften“, sagte er.