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Evo drängte auf kollektive Aktionen um das Recht der indigenen Völker auf Entwicklung voranzutreiben Photo: ABI

An diesem Donnerstag fanden in ganz Lateinamerika Veranstaltungen statt, um den Tag des Indigenen Widerstands zu begehen, ein Tag, an dem an die Beharrlichkeit, den Kampf um die Würde und die kulturelle Verschiedenheit der Urvölker des Kontinents erinnert wird.

Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro ging auf den Völkermord ein, den das spanische Imperium an der Urbevölkerung des Kontinents beging.

Bei der Feier waren Kabinettsmitglieder und Vertreter des indigenen Gruppen des Landes anwesend.

Zuvor wurden dieser Tag „Tag der Rasse“ genannt, aber schließlich nach 500 Jahren des Streits erließ Comandante Hugo Chávez ein Präsidialdekret, um die Kämpfe der Urvölker gegen die von Christoph Kolumbus angeführte europäische Invasion zu würdigen, die Massaker, Plünderungen und Transkulturation zur Folge hatte.

Seit dem 10. Oktober 2002 wird auf das Dekret des Präsidenten hin in Venezuela an jedem 12. Oktober der Tag des Indigenen Widerstands begangen.

In Bolivien verurteilte Präsident Evo Morales ebenfalls den Neokolonialismus, der „Mauern der Segregation errichtet“ und den Völkern der Welt die Logik des Konsums auferlegt.

An diesem Tag erinnert sich Bolivien an die Menschen der indigenen Bevölkerung, die der Kolonisierung zum Opfer fielen und treibt Aktionen voran, die die öffentliche Politik der Dekolonisierung des Plurinationalen Staates fördern und durchsetzen.

Der bolivianische Regierungschef hatte bereits wiederholt die Regierungen der Welt zum gemeinsamen Handeln aufgerufen, um das Recht der indigenen Völker auf eine Entwicklung auf der Grundlage der Beibehaltung ihrer Kultur und ihrer Bräuche zu unterstützen.

Nach Auffassung des Präsidenten „verbirgt man noch heute die Verbrechen des Imperialismus gegen die indigenen Völker dadurch, in dem man eine „Entdeckung“ nennt, was in Wirklichkeit eine Invasion war“ und „heute errichtet der imperialistische Neokolonialismus Mauern der Trennung und versucht uns durch den Rassismus zu spalten und mit dem Konsumismus zu enfremden“, sagte er weiter.

Auch in Ländern wie Paraguay und Guatemala gingen Gruppen der Urbevölkerung auf die Straße um ihre Rechte einzufordern.