OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS

VEREINTE NATIONEN – Kuba forderte heute vor den Vereinten Nationen, sich der Verpflichtung zu stellen, die Armut auf dem Planeten, ein Phänomen, unter dem Hunderte Millionen Menschen leiden, wirklich auszurotten.

In der Zweiten Kommission der Vollversammlung warnte der kubanische Diplomat Juan Miguel González davor, dass dieses Ziel unter der gegenwärtigen internationalen Wirtschaftsordnung, die er als zutiefst ungerecht und unnachhaltig bezeichnete, weiter eine Chimäre bleibe.

Er stellte auch die viele Milliarden betragenden Ausgaben für den militärischen Bereich in Frage, die für den Fortschritt der Völker genutzt werden könnten. Er sprach ferner den Anstieg der protektionistischen Praktiken der Mächtigen im Handel und die Nichterfüllung der offiziell gemachten Versprechen zur Hilfe für die Entwicklung an.

„Wie kann man in diesem Szenario die Verpflichtung erreichen, niemanden zurückzulassen und die Armut in all ihren Formen und Dimensionen definitiv auszurotten, wie dies die Agenda 2030 anstrebt?“, fragte er in der Debatte der Zweiten Kommission, dem Organ, das sich mit wirtschaftlichen und finanziellen Angelegenheiten befasst.

Nach Auffassung von González könne nur die Solidarität und die Zusammenarbeit den Kurs einer Welt ändern, in der über 80% der Bevölkerung mit weniger als einem Dollar pro Tag auskommen müsse, nahezu eine Milliarde Menschen unter extremer Armut und 815 Millionen unter chronischem Hunger leiden. Eine ähnlich hohe Zahl könne weder lesen noch schreiben.

Der Diplomat bekräftigte die Verpflichtung Kubas weiterhin anderen Völkern des Südens innerhalb seiner Möglichkeiten und trotz der nach über 55 Jahren immer noch andauernden Blockade der Vereinigten Staaten gegen sein Land zu helfen.