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PARÍS - Die Kandidatur Venezuelas für den Exekutivrat der Unesco ist ein Beweis für die Verpflichtung des Landes zu einer Politik des Friedens, des Dialogs und der Achtung des Völkerrechts sagte gestern der stellvertretende Außenminister Rubén Darío Molina.

In seiner Rede vor den Unesco Delegierten betonte er die Bedeutung der Postulatur für sein Land.

Diese Kandidatur ist von großer Bedeutung für den Kampf Venezuelas gegen die Kampagne, mit der versucht wird, die bolivarische Regierung politisch, wirtschaftlich und kulturell zu isolieren, boykottieren und blockieren.

Auf die Aggressionen gegen sein Land eingehend sagte Molina, dass es zu einer Obsession geworden sei, „unsere partizipative Demokratie unentwegt mit ständiger Belagerung und mit destabilisierenden Angriffen zu verfolgen, mit Einmischungen in unsere inneren Angelegenheiten, die von Mächten vorangetrieben werden, die soweit gegangen sind, mit militärischen Aktionen zu drohen und die einseitigen Zwangsmaßnahmen zu verstärken, die die Menschenrechte unserer Bevölkerung aushöhlen.“

In diesem Zusammenhang fügte er hinzu, dass die Kandidatur für den Exekutivrat auch ein Beweis dafür sei, welche Bedeutung Caracas der Friedensdiplomatie einräume.

Vor den diplomatischen Vertretern zahlreicher Länder betonte der Molina, dass es die Absicht Venezuelas sei, von diesem Organ aus, zur Stärkung der konstitutiven Prinzipien der Unesco beizutragen.

Dabei erinnerte er daran, dass diese Organisation ihre Anstregungen auf den Aufbau einer Kultur des Friedens konzentrieren müsse, die auf den Werten der Verständigung, Zusammenarbeit, Komplementarität unterschiedlicher Ansichten und der moralischen und intellektuellen Solidarität sowie auf der Achtung vor der Souveränität und der Selbstbestimmung der Völker begründet seien.

Der Exekutivrat tagt am Mittwoch in Paris und eine der Hauptthemen auf seiner Tagesordnung ist die Wahl der Mitglieder für die Periode 2017 bis 2021.

Der stellvertretende Außenminister traf am Montag mit der Genraldirektorin der Unesco Irina Bokova und mit dem stellvertretenden Generaldirektor für Bildung Qian Tang zusammen.