OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS

Auf Vorschlag der kubanischen Seite wurde am Dienstag den 26. September Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla im Sitz des US-Außenministeriums vom Außenminister der Vereinigten Staaten Rex Tillerson empfangen.

Das Treffen fand in einer Atmosphäre des Respekts statt.

Der Minister sprach Außenminister Tillerson noch einmal das Mitgefühl des Volkes und der Regierung Kubas wegen der Schäden aus, die die Hurrikane Harvey und Irma in den Vereinigten Staaten verursacht haben und er bedankte sich für die vom Außenministerium der Vereinigten Staaten gegenüber dem kubanischen Volk ausgesprochene Anteilnahme wegen der von Hurrikan Irma in Kuba verursachten Schäden.

Hauptzweck des Treffens war es, über die Vorfälle zu sprechen, die von in Havanna akkreditierten Diplomaten der USA berichtet wurden.

Der kubanische Außenminister betonte noch einmal die Ernsthaftigkeit, Schnelligkeit und Professionalität, mit der die kubanischen Behörden sich der Angelegenheit angenommen hätten. Auf Anweisung von höchsten Regierungsstellen sei im selben Moment, als man darüber informiert worden war, eine prioritäre Untersuchung eingeleitet und zusätzliche Schutzmaßnahmen für die Diplomaten der Vereinigten Staaten und deren Familienangehörigen getroffen worden. Dies wurde von den spezialisierten Agenturen der Vereinigten Staaten anerkannt, die ab Juni nach Kuba kamen und deren Besuche von der kubanischen Seite positiv bewertet wurden.

Der Minister machte gegenüber Außenminister Tillerson deutlich, wie wichtig es sei, dass die US-Behörden effektiv mit den kubanischen Behörden zusammenarbeiteten, um Tatbestände zu klären, für die es in Kuba keinen Präzedenzfall gebe.

Er bekräftigte noch einmal, dass die Entscheidung der US-Regierung, zwei kubanische Diplomaten aus Washington zu verweisen und das dafür angeführte Argument ungerechtfertigt gewesen sei und betonte, dass Kuba rigoros alle sich aus der Wiener Konvention über den Schutz der Integrität der Diplomaten ergebenden Verpflichtungen erfülle und dabei auf eine makellose Geschichte zurückblicken könne.

Er wiederholte, dass die kubanische Regierung niemals Angriffe irgendwelcher Art gegen Diplomaten verübt habe und dies auch niemals tun werde. Es habe auch nicht zugelassen und wird dies auch nicht tun, dass Dritte sein Territorium zu diesem Zweck benutzen.

Er übermittelte ihm, dass gemäß den vorläufigen Ergebnissen, die sich aus den kubanischen Untersuchungen ergaben und bei denen auch die Daten berücksichtigt wurden, die von den Behörden der Vereinigten Staaten beigetragen wurden,es bis zu diesem Zeitpunkt keinerlei Hinweise gebe, was die Ursachen und den Ursprung der gesundheitlichen Beeinträchtigungen angeht, von denen die Diplomaten der Vereinigten Staaten und deren Familienangehörige berichtet haben.

Der Außenminister versicherte, dass die Untersuchung zur Aufklärung dieser Angelegenheit fortgesetzt werde und dass Kuba großes Interesse daran haben, sie zu Ende zu bringen; dafür sei aber eine effiziente Zusammenarbeit mit den Behörden der Vereinigten Staaten unerlässlich. Er teilte ihm außerdem mit, dass es bedauerlich wäre, wenn man eine Angelegenheit dieser Art politisiere und übereilte Entscheidungen getroffen würden, die sich nicht auf Beweise und abschließende Untersuchungsergebnisse stützten.

Auf der anderen Seite bestätigte der Minister den Wunsch Kubas, den bilateralen Dialog über Themen gemeinsamen Interesses auf der Basis des Respekts und der Gleichheit fortzusetzen, trotz der tiefgehenden Unterschiede, die zwischen beiden Ländern existieren.