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Für die Invasion des Irak benutzten die USA den Vorwand, dass das Land „Massenvernichtungswaffen“ angehäuft habe Photo: Reuters

Der Multimillionär Donald Trump, der zum Präsidenten der mächtigsten Zerstörungsmacht der Geschichte der Menschheit wurde, hat zusätzliche Maßnahmen gegen Venezuela verfügt. Er sagte, dass „in der Absicht zusätzliche Maßnahmen im Rahmen des nationalen Notstands zu ergreifen, der mit der Präsidialen Verfügung Nr. 13692 am 8. März 2015 erklärt wurde“ er neue Wirtschafts- und Finanzsanktionen gegen die Bolivarische Republik Venezuela verfügen werde. Das Gesetzesdekret Obamas hatte bereits eine Reihe von Sanktionen etabliert, die jetzt bestätigt und erweitert wurden.

Was war der Auslöser? Der Auslöser war die in der Bolivarischen Verfassung Venezuelas vorgesehene souveräne Entscheidung des Präsidenten Maduro, eine Verfassunggebende Versammlung zu wählen. Eine Aktion, die jener Herr Trump, jetzt vorgeblicher planetarischer Diktator, mit der Drohung verboten hatte, dass dieser Ungehorsam bestraft werde. Der „Ungehorsam“ Maduros hat nun unserem Volk neue Strafen gebracht.

Diese neuerlichen imperialen Handlungen, lassen uns, ganz davon abgesehen dass sie eine äußerst grobe Verletzung der internationalen Gesetzesnormen darstellen, an jenes Bild denken, das Mao Tse Tung beschrieben hatte: „Ein Gigant, der von seinem riesigen Felsen aufsteht, um ihn sich auf die eigenen Füße fallen zu lassen“. Seine Absicht ist, den antiimperialistischen Widerstand unseres Volkes zu brechen und ihm den imperialen Willen aufzuerlegen.

Er ignoriert den langen Kampf unserer Völker gegen ein anderes mächtiges Imperium im 19. Jahrhundert. Er ignoriert die Erfahrung seines eigenen Volkes gegen das englische Imperium. Und er vergisst auch Vietnam. Ignoranz und Amnesie sind sehr gute Gefährten, denn die Fehler, wenn sie sich wiederholen, vervielfältigen die Wirkungen, derer, die bereits in der Vergangenheit begangen wurden.

Die Invasionen gehen immer von einer anfänglichen Begründung aus, einem Gespinst von Lügen, die fast infantil erscheinen.Aber das ist nicht überraschend, sind diese doch Teil einer Art Ritual mit dem sie das Verbrechen, das sie vorhaben zu begehen, vor sich selbst rechtfertigen. So geschah es bei der Zerstörung einer wohlhabenden Nation wie dem Irak, der laut ihrer Aussage im Besitz von „Massenvernichtungswaffen“ war. Das gleiche geschah in Libyen, das sich des höchsten Lebenstandars in Afrika erfreute. In diesem Fall simulierten sie ein Massaker auf dem Grünen Platz von Tripolis, um bei der Zerstörung Libyens fortzufahren und seinen Präsidenten zu töten. So geschah es bei dem bekannten „Zwischenfall im Golf von Tonkin“, mit dem sie die Invasion im damaligen Nordvietnam rechtfertigen wollten.

Gegen Venezuela hat Trump nun eine Sammlung von finanziellen und wirtschaftlichen Maßnahmen eingesetzt, mit denen er das Land lähmen will. Aber die Welt hat sich verändert. Das ist ihm auch nicht aufgefallen. Venezuela hat sich diversifiziert, sowohl was seinen Erdölmarkt als auch was seine Versorgungsquellen angeht. Natürlich werden die Maßnahmen einige Schwierigkeiten hervorrufen. Aber nicht so viele und nicht so akute, wie die, denen sich Kuba während der Sonderperiode ausgesetzt sah.

Die klare Führung Fidels und der Wille des kubanischen Volkes waren der Schlüssel zum Sieg. Das Bolivarische und Chavistische Venezuela wird dem Leitspruch seines Helden José Félix Ribas bei der Schlacht des Sieges vom 12. Februar 1814 folgen: „Wir können nicht zwischen siegen oder sterben wählen, es ist notwendig zu siegen“. Und wieder einmal , Venezuela wird siegen!

*Botschafter Venezuelas in Kuba