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Ein Treffen mit Teilnehmern des Programms Más Médicos gehört zu den ersten Aktivitäten, die der ehemalige Präsident Brasiliens Luiz Inácio Lula da Silva ausübt, wenn er heute mit der „Karwane der Hoffnung“ in Recife ankommt.

Das Treffen in der Hauptstadt des im Nordosten des Landes gelegenen Staates Pernambuco ist für 18:30 Uhr Ortszeit vorgesehen. Vorher ist nur noch ein Besuch des ehemaligen Regierungschefs im Museum Cais do Sertao geplant, das der Kultur und der Geschichte des brasilianischen Sertanejo Volkes gewidmet ist.

Das am 8. Juli 2013 ins Leben gerufene Programm Más Médicos wurde von Lula als eine Errungenschaft bezeichnet, die bereits in der brasilianischen Kultur verwurzelt sei und nicht verloren gehen dürfe.

Auf Antrag der Regierung der Präsidentin Dilma Rousseff und unter Beteiligung der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation (OPS) gliederte sich Kuba gleich zu Anfang mit über 11.000 Fachleuten aus dem Medizinbereich in das Programm ein, die sich auf 3.356 Gemeinden verteilen und etwa 40 Millionen Brasilianer medizinisch betreuen.

Während seines Aufenthalts in Pernambuco wird Lula am Freitag in Ipocuja an einer Veranstaltung mit den Arbeitern gegen den Abbau der öffentlichen Leistungen durch die Regierung von Michel Temer teilnehmen und danach an einer Kundgebung auf der Plaza do Carmo mitwirken, wozu die Frente Brasil Popular aufgerufen hat.

Am Samstag besucht Lula das Viertel Brasilia Teimosa, ein von seiner Regierung initiiertes Projekt, das es ermöglicht hat, 864 auf Pfählen selbst zusammengebaute Häuser ohne die mindesten hygienischen Voraussetzungen durch über 4.500 Wohnungen zu ersetzen.

Die „Karawane der Hoffnung“ wird am 31. August in Pernambuco eine zweite Etappe haben, wenn er aus Juazeiro del Norte im Staat Ceará dorthin zurückkehrt.

Am Vorabend erhielt Lula den Ehrendoktortitel der Staatlichen Universität von Alagoas (Uneal), bereits die zweite Ehrendoktorwürde, die ihm auf seiner Rundfahrt verliehen wurde.

Eine dritte Auszeichnung dieser Art von der Universität Róncavo Bahiano wurde durch einen Gerichtsbeschluss verhindert.

Das Projekt „Lula Por Brasil“ , das von der PT entwickelt wurde, möchte die großen Umwandlungen unter die Lupe nehmen, die unter den Regierungen Lulas und Dilmas stattfanden und außerdem den Abbau der öffentlichen Programme der Entwicklung und Inklusion unter der Regierung Temer untersuchen.

In den 20 Tagen des Marsches durch den Nordosten des Landes wird die „Karawane der Hoffnung“ 25 Städte in den Staaten Bahía, Sergipe, Alagoas, Pernambuco, Piauí, Paraiba, Rio Grande del Norte, Ceará und Maranhao besuchen, in denen etwa ein Viertel der Bevölkerung des Landes leben.

Die Rundfahrt durch den Nordosten ist nicht die erste, die Lula durchführt. Bereits in den 1970er Jahren war er durch das Land gereist, um die Gewerkschaftsbewegung zu organisieren und ein Jahrzehnt später wieder um die Partei der Arbeiter (PT) zu bilden.

Demgegenüber halfen die „Karawanen der Bürgerschaft“ zwischen 1992 und 1994 dabei halfen Regierungsprogramme zu gestalten, die bei den Wahlen von 2002, 2006, 2010 und 2014 zum Sieg der Arbeiterpartei führten.