OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS

BOGOTÁ – Im Beisein des kolumbianischen Präsidenten Juan Manuel Santos endete gestern der Prozess der Waffenniederlegung der FARC-EP, die noch 250 Gewehre zum Schutz der 26 im ganzen Land verteilten Entwaffnungszonen behalten hatten.

Die Zeremonie fand im Übergangs- und Normalisierungsgebiet von Pondores im nördlichen Department von La Guajira statt, wo unter Führung von Iván Márquez mehrere Mitglieder des Sekretariats der Guerrillabewegung sowie Vertreter der den Friedensprozess garantierenden Länder zugegen waren, darunter Kuba und Norwegen.

Bei der Übergabe erklärte Jean Arnault, Leiter der Mission der Vereinten Nationen in Kolumbien, dass die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens – Volksarmee der UNO insgesamt 8 112 Waffen verschiedener Kaliber und etwa 1 300 000 Munitionen übergeben haben.

In einer kurzen Ansprache rief Kommandant Márquez die Regierung und alle politischen Kräfte des Landes dazu auf, einen kollektiven Kompromiss zu schließen, in dem erklärt werde, dass in Kolumbien niemals wieder der Krieg ausbricht.

Mit dem in Pondores gegangenen Schritt, von dem aus die letzten Container der UNO mit Langwaffen, Munitionen und Sprengstoffen in das im Zentrum des Landes angelegte Lager abtransportiert wurden, verwandeln sich die Entwaffnungszonen ab jetzt in Gebiete der Ausbildung und Wiedereingliederung der ehemaligen Guerrillakämpfer in das zivile Leben.

Nach Abschluss dieser Zeremonie begaben sich Präsident Santos und das Gefolge der Regierung in ein Gebiet in der Nähe der Bauerngemeinde Fonseca, um die Garnison einzuweihen, die die öffentliche Ordnung in jenem Territorium aufrecht erhalten soll. (PL)