OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS

KJASINA, Bolivien – Der Präsident Boliviens Evo Morales stellte am Montag fest, dass der Kampf der Völker und die Bewaffneten Streitkräfte Lateinamerikas antiimperialistisch sein müssen, zum Schutz des Kontinents gegen Interventionen und Einmischung.

In seiner Rede zum 192 Jahrestag der Bolivianischen Bewaffneten Streitkräfte (FFAA), in der Ortschaft Kajsina in der Provinz Omasuyos von La Paz, hob Morales hervor, dass der Kontinent sich in einem komplizierten Moment befindet, weil das US-Imperium eine Offensive unternimmt, um die Naturressourcen zu vereinnahmen.

«Deshalb mein Aufruf, das Vaterland zu verteidigen. Vaterland ist Territorium, Vaterland sind die Naturressourcen. Um dieses Vaterland aller zu verteidigen, muss man ein großes politisches Bewusstsein darüber haben, was man verteidigt. Die Naturressourcen zu verteidigen, heißt, die kommenden Generationen zu verteidigen, damit sie niemals wieder in Armut leben müssen oder ihre Söhne wie Bettler behandelt oder im Ausland erniedrigt werden», erklärte Morales, der auch Oberbefehlshaber der Bewaffneten Streitkräfte ist.

Der Staatschef erinnerte an die Rolle der Militärs in früheren Zeiten, unter den neoliberalen Regierungen, als diese der «imperialen» Macht unterlagen, und wies auf den Umschwung hin, der in der letzten Zeit im Zuge der Befreiung der Völker erreicht worden ist, berichtet ABI.

In seinem Dafürhalten habe es niemals ein so aggressives Imperium wie das jetzige gegeben, so gewalttätig, rassistisch, so feindlich gegenüber Migranten, so zerstörerisch, so ambitioniert und so militaristisch. Er versicherte, dass das Imperium «die Scham verloren» habe und dass es ganz und garnicht an Demokratie oder Menschenrechten interessiert sei. «Was es will, ist die geopolitische Herrschaft über Lateinamerika und die Karibik».

Der Präsident war der Meinung, dass Venezuela ein strategisch bedeutsames Glied darstelle, weil es über die größten Erdölreserven der Welt verfüge. Er versicherte, dass das Imperium «zuerst stürzen, danach beherrschen und später das venezolanische Erdöl vereinnahmen» wolle.

«Wir müssen eine Identität und strategische Einheit aller Armeen Lateinamerikas bilden, um zu verhindern, dass der Militärkomplex unsere Völker vernichtet. Wir müssen einiger denn je sein und eine antiimperialistische Doktrin vorwärts bringen», stellte er fest.

Ebenso drang er auf die Notwendigkeit, die Einheit zu stärken, um zusammen für die Nationalisierung zu wirken und die Industrialisierung weiter voranzutreiben.