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Millionen Venezolaner füllten am Sonntag trotz des Boikots der Rechten und des internationalen Drucks die Wahllokale in Venezuela. Photo: AVN

CARACAS, Venezuela - Seine tiefe Dankbarkeit und Anerkennung drückte der erste Vizepräsident der PSUV, Diosdado Cabello, gegenüber dem venezolanischen Volk aus, das noch in den gestrigen Nachtstunden anstand, um sein Recht auf Stimmabgabe auszuüben.

Auf einer Pressekonferenz vom Sitz der Wahlkampagne der Konstituante Zamora 200, die von Venezolana de Televisión (VTV) übertragen wurde, bezeichte der chavistische Anführer dieses Meer von Bürgern, die am 30. Juli auszogen, um über 500 Mitglieder der Nationalen Verfassungsgebenden Versammlung (ANC) zu wählen, als Sieger.   

«Ein Sieg des Volkes, ein Sieg des Vaterlandes, ein exemplarischer Sieg». Mit solchen Worten beschrieb Diosdado Cabello den Wahltag, der seiner Meinung nach eine «schöne Äußerung der Liebe» war.

Er hob hervor, dass trotz aller Sabotageversuche, die nicht einmal verborgen oder verheimlicht worden waren, trotz der Gewaltakte, die von den Führungskräften der Opposition angestachelt wurden, um die Stimmabgabe des Volkes zu verhindern, es zu einem Wahltag gekommen sei, der für das Land und für die Welt eine Lektion darstelle.

Von revolutionärer Solidarität, vom beeindruckenden Nachweis, vom Stolz auf das Verhalten des Volkes, das aus einem von Chávez gesäten Samen entstanden sei und nun aufblühe sprach Diosdado, der darüber hinaus hervorhob, dass wer nicht fähig sei, zu sehen, was im Lande von Bolívar geschehen sei, den historischen Fehler beginge, das Volk zu unterschätzen.

«Heute fühlen wir uns siegreich», sagte der chavistische Kämpfer, der alle Bürger seines Landes dazu aufrief, mit ihren Beiträgen sich der entstehenden ANC anzuschließen.  

Um Mitternacht lieferte die Vorsitzende des Nationalen Wahlrats, Tibisay Lucena, eine Bilanz des Wahltages. Nach ihren Angaben waren über acht Millionen Venezolaner zu den Urnen gezogen, was 41,53 % der Wahlberechtigten entspricht.

Lucena bezeichnete die Beteiligung des Volkes als «massiv» und fügte hinzu, dass diese den Wahlrat auf gewisse Weise überrascht habe, da diese unter Bedingungen der Drohung und des Boikotts vonseiten der Rechten stattgefunden habe.

«Die Bilanz ist sehr positiv, weil der Frieden gewonnen hat. Wenn der Frieden gewinnt, gewinnt Venezuela», führte sie aus.