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Über den Prozess, in dem er vom Bundesrichter von Curitiba verurteilt wurde, sagte er, dass der einzige Beweis, den es in dem umfangreichen Dossier von mehreren tausend Seiten gebe, der seiner Unschuld sei Photo: EFE

BRASILIA – Der ehemalige Präsident Lula da Silva sagte gestern, dass er weiter im politischen Spiel bleibe und kündigte an, dass er die Arbeiterpartei um seine Aufnahme unter die Kandidaten für die Wahlen von 2018 bitten werde.

„Wenn jemand denkt, dass man mich mit diesem Urteil (neuneinhalb Jahren Haft, erteilt am Mittwoch vom Bundesrichter Sergio Moro) aus dem Spiel geholt habe, soll er wissen, dass ich im Spiel bleibe“, sagte der ehemalige brasilianische Präsident auf einer Pressekonferenz in Sao Paulo.

Einzig und allein das brasilianische Volk habe das Recht, sein Ende zu erklären, sagte er.

Mit Bezug auf seine Verurteilung sagte der Gründer der Arbeiterpartei (PT), dass es etwas sei, das er seit dem 18. Oktober 2016 vorhergesehen habe, als er in der Zeitung Folha de Sao Paulo einen Artikel unter dem Titel „Warum man mich verurteilen will“ veröffentlichte.

Es sei klar gewesen, dass die Kräfte, die den Putsch gegen die verfassungsmäßige Präsidentin Dilma Rousseff vorbereitet haben, „nicht tatenlos abwarten würden, dass wir im Jahr 2018 wieder an die Macht kämen“, sagte er und betonte, dass der Putsch ohne seine Aburteilung nicht abgeschlossen gewesen wäre.

Über den Prozess, in dem er vom Bundesrichter von Curitiba verurteilt wurde, sagte er, dass der einzige Beweis, den es in dem umfangreichen Dossier von mehreren tausend Seiten gebe, der seiner Unschuld sei.

„Ich appelliere an die Journalisten, dass, wenn jemand einen Beweis gegen mich haben sollte, er ihn vorlegen solle“, wurde er von Prensa Latina zitiert.

In diesem Zusammenhang erwähnte er mehrmals die Rolle der Presse während des gesamten Prozesses, vor allem die des Senders TV Globo, der Michel Temer an die Macht geführt hat.

Er nannte den Sender einen Verbreiter von Hass im Land.