OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: TELESUR

NEW YORK – Nachdem er nach ungefähr 36 Jahren Haft in den Vereinigten Staaten endlich freigelassen worden ist, versichert der Puerto Ricaner Oscar López Rivera, dass heute die freie Selbstbestimmung seines Landes, einer Nation, die sich fünf Jahrhunderte lang unter kolonialistischem Joch befunden hat, davon die letzten 119 Jahre unter US-amerikanischem, jetzt wichtiger sei als je zuvor.

Während seiner Teilnahme an der Sitzung des UNO-Sonderkomitees für Entkolonialisierung zum Falle Puerto Ricos in der vergangenen Woche äußerte sich der Unabhängigkeitsaktivist dahingehend, dass „die Gefängnishaft etwas sehr Schweres ist, aber als ich herausgekommen bin, habe ich festgestellt, dass meine Heimat sich heute in einer ungleich härteren Situation befindet als zu der Zeit meiner Inhaftierung“.

López Rivera fand, nachdem er im vergangenen Januar auf Betreiben des US-Expräsidenten Barack Obama freigekommen war, bei seiner Rückkehr auf heimischen Boden eine höhere Arbeitslosigkeit, soziale Unsicherheit und Privatisierung vor, Phänomene, die zu einem massiven Exodus seiner Landsleute führen, darunter auch Profis und Hochqualifizierte.

„Zum ersten Mal haben die Vereinigten Staaten zugegeben, dass wir eine Kolonie sind, die dem Wohl und Wehe des US-Kongresses ausgeliefert ist, einer Instanz, die uns eine Steuerkontrollkommission aufgebürdet hat, die sich mit unseren Schulden von 72 Milliarden Dollar befasst – ein krimineller Mechanismus, dafür geschaffen, jedem beschäftigten Puerto Ricaner das Geld bis zum letzten Pfennig aus der Tasche zu ziehen“, wird er vom Sender Telesur zitiert.

Was das am 11. Juni durchgeführte Referendum über die Beziehungen mit den Vereinigten Staaten anbetrifft, betonte López Rivera außerdem, dass es „absolut keine Glaubwürdigkeit hat, da es sich um ein Manöver und eine Manipulation durch eine annexionistischen Partei handelt, die nicht das Volk repräsentiert“.  

Das Sonderkomitee der UNO für Entkolonialisierung brachte zum 36. Mal seit 1972 eine Resolution vor, die sich für die freie Selbstbestimmung und Unabhängigkeit Puerto Ricos einsetzt.