OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Delcy verteidigte wieder einmal die Regierung Venezuelas vor den Angriffen der Länder der Rechten innerhalb der OAS. Photo: AVN

Die bolivarische Revolution ist schon seit Jahren im Blickfeld der in Verruf geratenen Organisation Amerikanischer Staaten (OAS),die weiter ihrem Erbe der Putsche und Interventionen gegen jene Länder der Region treu bleibt, die sich nicht den Interessen Washingtons unterordnen.

Am 19. Juni fand in Cancún ein Beratungstreffen der Außenminister statt, bei dem eine Erklärung gegen Venezuela verabschiedet werden sollte, etwas, das man seit Ende Mai ergebnislos zu erreichen versuchte.

Wieder einmal scheiterte der Versuch und dieses Mal trug dazu die entschiedene Haltung einiger insularer Staaten bei.

Deswegen sagte auch der ehemalige Botschafter Venezuelas vor der OAS und jetzige neue Außenminister Samuel Moncada, dass diese neue Niederlage „ der Würde und den Prinzipien der Bruderstaaten der Karibik“ zu verdanken sei.

Zwischen dem 20. und 21. Juni fand ebenfalls in Cancun die 47. Sitzungsperiode der OAS statt, der Organisation, die Fidel als „Instrument des Hasses“ der Vereinigten Staaten bezeichnete. Dort übte ein Block Länder mit rechten Regierungen, die als Marionetten der USA fungieren, weiter Druck auf Venezuela aus und griff die Regierung von Nicolás Maduro an. Außerdem beabsichtigten diese Länder der Schlusserklärung ein gegen Venezuela gerichtetes Dokument beizufügen.

Aber da man sich derart darauf fokussierte Venezuela herabzuwürdigen, konnten sie ihre eigene Tagesordnung nicht abarbeiten.

Man hörte nichts mehr über Themen von Interesse wie die Errichtung der Grenzmauer zwischen den USA und Mexiko oder den Rückzug der Regierung von Donald Trump aus dem Pariser Vertrag.

Während einer der Plenarsitzungen veruchte man eine Medienshow aufzuziehen, als eine Anti-Chávez Gruppe Plakate hochhob und Sprüche gegen Maduro schrie.

Wieder einmal wurde deutlich, wie sich die OAS den Interessen der Vereinigten Staaten unterordnet, weswegen Kuba bereits vor vielen Jahren beschlossen hat, niemals mehr einen Fuß dorthin zu setzen, einen Entschluss, den Venezuela auch jüngst getroffen hat.

Es ist wichtig auf die Leidenschaft hinzuweisen, mit der Delcy Rodríguez, die da noch Außenministerin war, den Veränderungsprozess in ihrem Land verteidigte und daran erinnerte, dass die Vereinigten Staaten bei einer Gelegenheit zugegeben hätten, dass die OAS das Instrument sei, um mit Unterstützung der Länder der Rechten in Venezuela zu intervenieren.

Delcy erinnerte auch an die Rolle des OAS Generalsekretärs Luis Almagro, der von dieser Plattform aus zur Gewalt in dem bolivarischen Land aufrief. „Almagro fördert und weist die Richtung für einen Bürgerkrieg in Venezuela“.

Schließlich sagte Delcy, die Kandidatin für die Verfassunggebende Versammlung ist: „ Wir sind siegreich aus der OAS gegangen und so wird es bleiben. Wir werden niemals zurückkehren! (...) Niemals wieder gehen wir in eine Organisation zurück, die für die Unterwerfung benutzt wird (...) Wir gehen mit Stolz, die Fahnen Bolívars erhoben, das ist unsere letzte Teilnahme an der OAS“.