OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS

WASHINGTON - 65 % der Wähler der USA, darunter mehr als sechs von zehn Republikanern, unterstützen die Maßnahmen gegenüber Kuba, die von der Regierung des ehemaligen Präsidenten Barack Obama (2009-2017) getroffen wurden, ergab eine gestern veröffentlichte Sondierung.

Die am Montag veröffentlichte neue landesweite Umfrage des Unternehmens Morning Consult ergab, dass nur 18 % der US-Amerikaner gegen die Annäherung an die Karibikinsel sind, die vom ehemaligen Präsidenten unternommen wurde.

Die unter 1 973 Wählern im ganzen Land ausgeführte Studie zeigte, dass 64 % der Republikaner dafür eintreten, die Politik beizubehalten, die die Beschränkungen von Reisen und Handel mit der Insel flexibler machen, während 22 % diese ablehnen.

Desgleichen ergab die Studie, dass 61 % der Befragten die vollkommene Aufhebung der Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade unterstützen, welche der Insel von Washington seit mehr als einem halben Jahrhundert aufgezwungen wird, und nur 19 % gegen eine Beendigung dieser Politik sind.

Unter den Republikanern sind über die Hälfte, 55 %, für die Beseitigung der Blockade, während 26 % deren Weiterführung wollen.

Aus einer Verlautbarung von Engage Cuba geht hervor, die Sondierung lasse darauf schließen, dass eine Bewegung hin zur Verschärfung der Beschränkungen von Reisen und Handel mit der Insel innerhalb der republikanischen Partei des Präsidenten Donald Trump in großem Maße unbeliebt wären.

Die Veröffentlichung dieser Studie erfolgt, während Presseberichte anzeigen, dass der gegenwärtige Regierungschef einige Aspekte der von Obama bestätigten Maßnahmen bereits am Freitag zurücknehmen könnte.

«Es ist seltsam in diesem vergifteten politischen Ambiente, dass es ein Problem gibt, welches Republikaner, Demokraten und Unabhängige gleichermaßen vereint», sagte der Vorsitzende der Koalition, James Williams.

Er fügte hinzu, dass die eindeutige Unterstützung des Volkes der USA, um diese Politik der Annäherung zu Kuba weiterzuführen, Trump als Warnung gelten sollte.

Williams brachte zum Ausdruck, dass eine Umkehrung der unternommenen Schritte den US-amerikanischen Arbeitsplätzen schaden, den Unternehmern kostspielige Regulierungen zufügen und dem kubanischen Volk schaden würde.

«Die politischen und persönlichen Interessen zweier Kongressmitglieder dürfen nicht den Willen des Volkes der USA und die besten Interessen der Kubaner auf der Insel übertreffen», stellte Williams fest.

Am vergangenen Freitag baten sieben Kongressangehörige und drei republikanische Senatoren die gegenwärtige Regierung darum, die Annährerung an die Insel beizubehalten und stellten den Nutzen dieser Art von Beziehungen heraus.

Ende Mai hatte seinerseits der Senator der Roten Partei Jeff Flake im Oberhaus das Gesetz der Freiheit für Reisen nach Kuba neu eingebracht, mit Unterstützung von weiteren 54 Gesetzgebern; und eine Koalition aus beiden Parteien stellte diesem Organ das Gesetz für den Freien Export nach Kuba vor. (PL)