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Die Verfechter der Unabhängigkeit dringen darauf, dass die Bürger nicht zu den Urnen gehen Photo: TELESUR

SAN JUAN – Unabhängigkeitsbewegungen führten am gestrigen Sonntag in Puerto Rico eine Protestkarawane zum Referendum durch.

Die Bewegungen protestierten gegen das beratende Plebiszit über den Status der Insel in Bezug auf die Vereinigten Staaten und um Freiheit zu fordern.

In Puerto Rico fand gestern eine beratende Volksabstimmung statt, in der die Bürger befragt wurden, ob sie die Annexion als weiterer Staat der USA wünschen, die Unabhängigkeit oder eine Fortsetzung des derzeitigen territorialen Status der Insel.  

Die Puerto Ricaner stimmten in diesem unverbindlichen Entscheid, der durch eine enorm hohe Enthaltung geprägt war, für die Annexion durch die Vereinigten Staaten. Die 97 % Pro-Stimmen müssen in Relation zu dem Umstand gesehen werden, dass lediglich 22 % der 2,2 Millionen Einwohner an der Abstimmung teilnahmen.

Das Plebiszit wird von den Unabhängigkeitsbewegten, die versichern, es habe nicht den geringsten politischen Effekt und gebe dem politischen System Puerto Ricos nur eine kurze Atempause, abgelehnt.

Im Rahmen des Tages der Nationalflagge gingen viele auf die Straße, um in einem Protestzug „Nein“ zu einem Referendum zu sagen, das eine „betrügerische Abfrage“ zu etwas darstelle, „das die USA gar nicht in Erwägung ziehen“.