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CARACAS.— Die Einberufung einer verfassunggebenden Versammlung ist die einzig demokratisch rechtmäßige Option, um den Frieden in Venezuela zu garantieren, sagte der bekannte Journalist José Vicente Rangel.

In seinem üblichen Programm „Die Sonntage mit Díaz Rangel“, das der Kanal Televen überträgt, sagte der Analyst, dass diese Alternative sich gegenüber den Aufrufen zur Gewalt, die von den Führern der venezolanischen Opposition ausgingen, auszeichnen würde.

Der diese Woche mit dem Félix Elmuza Preis des kubanischen Journalistenverbandes ausgezeichnete Journalist warnte, dass eine Verzögerung der Verhandlungen die Stabilität des Landes gefährde.

Aus verschiedenen Gründen sei Venezuela auf einem Scheideweg angekommen, der es verpflichtend mache, Entscheidungen zu treffen; eine Polarisierung dürfe nicht die Initiative derer lähmen, die die Führung des Landes in ihren Händen hielten, sagte er.

Er erinnerte daran, dass die Nationale Regierung und die Opposition am 30. Oktober vergangenen Jahres einen Gesprächstisch eingerichtet hätten, an dem Verträge zur gemeinsamen Arbeit unterschrieben worden seien, aber der sogenannte Tisch für die Demokratische Einheit (MUD) habe die Gespräche abgebrochen, um sich einem Plan der Gewalt anzuschließen, der in über 40 Tagen bereits 38 Tote und über 700 Verletzte gefordert habe.

Der Vorsitzende der Präsidentenkommission für die Verfassunggebende Versammlung Elías Jaua, der zum Programm eingeladen war, sagte, dass die vom Präsidenten der Republik Nicolás Maduro getroffene Entscheidung in Ermangelung eines Gesprächspartners der Opposition erfolgt sei, mit dem man die alle Venezolaner betreffenden Probleme hätte besprechen können.

Jaua bedauerte auch, dass es in Venezuela einen bewaffneten Kampf gebe. „Die Opposition hat das Land ins Chaos gestürzt“.

Er fügte hinzu, dass die Opposition nicht bereit sei, in einem Klima des Wohlstands Wahlen durchzuführen und bekräftigte, dass die Partei des chavistischen Volkes nicht davon ausgehen könne, immer an der Macht zu bleiben und man deswegen „das Risiko einer verfassunggebenden Versammlung eingehe und dass das Volk entscheiden soll“.

Er wandte sich auch dagegen, dass der Präsident des Parlaments Julio Borges sich in einer seiner Reisen mit Mitgliedern der militärischen Sicherheitsstruktur der Vereinigten Staaten getroffen hat, um weitere Gewalt im Land zu planen.