OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: Prensa Latina

Die Außenminister der Gemeinschaft Lateinamerikanischer und Karibischer Staaten (Celac) werden am Dienstag in einer von der bolivarischen Regierung einberufenen Dringlichkeitssitzung in El Salvador über mögliche Lösungen für die Lage in Venezuela debattieren.

Venezuela hat sich kürzlich wegen der von der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) ausgehenden interventionistischen Eskalation aus dieser Organisation zurückgezogen und wendet sich jetzt an El Salvador, das den pro tempore Vorsitz in der Celac innehat, eines Mechanismus, der den von Konsens und Verständnis ausgehenden Frieden verteidigt.

Der Außenminister El Salvadors Hugo Martínez gab bekannt, dass einige Kollegen des aus 33 Ländern bestehenden Blocks ihre Teilnahme zugesagt und andere sich wegen Terminproblemen entschuldigt hätten, alle aber ihr Interesse bekunden würden, zum Dialogprozess in Venezuela beizutragen.

Faktisch besteht der Wille bei einem für Mai vorgesehenen ordentlichen Treffen in der Dominikanischen Republik mit diesem Thema fortzufahren.

Martínez sagte, dass er den Heiligen Stuhl gebeten habe, den Dialog voranzutreiben und drückte hierbei seine Übereinstimmung mit den von Papst Franziskus und den Vereinten Nationen ergangenen Aufrufen aus. Er fügte hinzu, dass das Ministertreffen kurz, engagiert und nüchtern sein werde.

Der Chef der Diplomatie El Salvadors wies daraufhin, dass es Sektoren gebe, die daran interessiert seien, das Niveau der Polarisierung, das Venezuela erschüttert, nach El Salvador zu bringen. Die sei etwas, das dem Geist des Friedens, den die Regierung seines Landes vertrete, entgegenstehe.

In diesem Sinne mahnte er die an Konflikten interessierten Sektoren, zu verstehen, dass die großen Probleme sich nur durch Verständnis lösen ließen und verteidigte das Recht, eine Meinung zu äußern und Partei zu ergreifen, dies müsse aber aber auf friedliche Weise und respektvoll ausgeübt werden.

„Wir Diplomaten sind da, um Lösungen zu suchen und nicht um Konflikte zu schaffen“, schloss Martínez, der auf der Notwendigkeit bestand, einen Dialog zu fördern, der Ergebnisse zeitigt.