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In Santiago de Chile solidarisierten sich Tausende von Menschen mit der NO + AFP Bewegung Photo: TELESUR

SANTIAGO DE Chile.- Zehntausende Chilenen nahmen am Sonntag im ganzen Land an Demonstrationen historischer Ausmaße gegen die Pensionskassen-Versicherungen (AFP) teil.

In Santiago strömte eine Mengenmenge friedlich durch die Alameda Bernardo O Higgins im Zentrum der Hauptstadt, wobei die Präsenz von Familien in Solidarität mit der NO + AFP Bewegung bemerkenswert war.

Auch viele ältere Menschen und Kinder nahmen an den Märschen teil, die auch in mehreren anderen Großstädten Chiles wie Concepción, Antofagasta, Valparaíso, Puerto Montt, Temuco, Viña del Mar und Talca stattfanden.

Luis Mesina, Anführer der Bewegung NO + AFP, forderte die Präsidentin der Republik, Michelle Bachelet, auf, die Vorschläge der Bewegung anzunehmen, mit denen den privaten Versicherern eine Ende gesetzt und das Rentensystem in Chile verbessert werden soll.

„Wir hoffen, dass sie irgendwann verstehen, dass die Rentenlage mit Reformen nicht verbessert werden kann; wir haben konkrete Initiativen, die sie ignorieren, bemerkte Messina, der die „historische Unterstützung durch die Bevölkerung“ begrüßte.

Bárbara Figueroa, Präsidentin des Vereinigten Gewerkschaftsverbandes CUT, hob den Ruf des Volkes „Keinen einzigen Peso mehr für die AFP“ hervor, den auch Arbeitsministerin Alejandra Krauss befürwortete.

Figueroa sah allerdings Widersprüche aufgrund der entgegengesetzten Position des Finanzministers Rodrigo Valdés, der in Frage stellte, dass der 5% Extra-Beitrag, an dem die Regierung arbeite, auf persönliche Konten gehen solle, die von einer öffentlichen Einrichtung verwaltet werden.

Krauss war es, die die Losung „Keinen einzigen Peso mehr für die AFP“ herausgegeben hat, die populär wurde und zugleich die Kommentare von Valdés hervorgerufen hat.

Die große Demonstration am Sonntag zeigte die Ablehnung des privaten Rentensystems, das ein Erbe der Diktatur von Augusto Pinochet ist, und obwohl die Proteste soziale Inhalte haben, beginnen sie, einen erheblichen politischen Einfluss auszuüben, sagte Prensa Latina.