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Der Präsident des Staats- und des Ministerrates Kubas, Armeegeneral Raúl Castro, ratifizierte am Sonntag in Caracas die Unterstützung der Insel für die Bolivarische Revolution und sagte, dass in diesem Bruderland „die entscheidende Schlacht für die Entwicklung und Emanzipation Unseres Amerika geschlagen wird.“

„Venezuela ist nicht allein und kann auf die Begleitung der Regierung und des Volkes Kubas rechnen“, sagte Raúl während seiner Ansprache auf dem 14. Außerordentlichen Gipfeltreffen der Bolivarischen Allianz für die Völker Unseres Amerika (ALBA).

Der kubanische Präsident rief dazu auf, die Erklärung Lateinamerikas und der Karibik zur Friedenszone zu respektieren, die 2014 auf dem Celac- Gipfel von Havanna angenommen wurde und dazu aufruft, die Differenzen auf friedlichem Wege zu lösen und die Prinzipien und Normen des internationalen Rechts und der Charta der Vereinten Nationen zu achten.

An anderer Stelle seiner Rede wies er darauf hin, dass wir uns in einer entscheidenden Etappe der Geschichte der Region befinden, hervorgerufen durch die letzten politischen Rückschritte, die negative Auswirkungen für unsere Völker haben.

„Fidel hat uns gelehrt, Realisten zu sein und dass, was unmöglich erscheint, erreichbar ist, wenn wir es uns fest vornehmen. Die Länder der ALBA halten die Integration für eine unerlässliche Bedingung angesichts der Schaffung großer Blöcke, die die Weltwirtschaft bestimmen“, sagte er.

„Die ALBA war nicht möglich in der Zeit, in der die kubanische Revolution siegte“, erinnerte Raúl, der darauf hinwies, dass die von Hugo Chávez in Venezuela angeführte Rebellion erfolgen musste, damit die ALBA geboren wurde.

„Heute ist die Beziehung zwischen der ALBA und dem Forum von Sao Paulo weiterhin entscheidend“, stellte er fest.

Er fügte hinzu, dass Chávez uns immer die Kompliziertheit dessen erklärte, die Revolution in einem Erdöl fördernden Land mit einer korrupten Finanzoligarchie und einer Bevölkerung auszuführen, der Konsumgewohnheiten aufgezwungen worden waren und mit einer Rentenökonomie, die das Land in den Bankrott trieben.

„Chávez verstand, dass die Schaffung der Einheit die wichtigste Aufgabe ist, der sich jede wahre Revolution gegenübersieht.“

„Dank der Einheit“, erklärte Raúl, „hat die Bolivarische Revolution die Niedertracht der OAS, die kürzlichen Anschuldigungen gegen den Ausübenden Präsidenten Tareck El Aissami und andere Angriffe überlebt.“

„Die neue Agenda der Regierung der Vereinigten Staaten ist darauf gerichtet, einen Wirtschaftsprotektionismus zu entfesseln, der sich auf die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaften auswirken wird,“ führte der kubanische Regierungschef an. Unter anderem werden auch Emigranten verfolgt und deportiert werden.

„Die Mauer, die an der Grenze zu Mexiko errichtet werden soll, ist ein Ausdruck dieser Irrationalität nicht nur gegen dieses Bruderland, sondern gegen die gesamte Region“, sagte er. „Wir bringen die Solidarität Kubas gegenüber dem mexikanischen Brudervolk zum Ausdruck.“

„Keine gerechte Sache des Großen Vaterlandes ist uns fremd“, endete Raúl, nachdem er seine Unterstützung zum Antrag auf Kompensation wegen der Schrecken der Sklaverei der karibischen Brüder, auf eine vorgezogene Behandlung im Handel und den Investitionen und der Finanzierung für die Konfrontation des Klimawandels ratifizierte. Ebenso brachte er seine Solidarität mit Lula, Dilma Rousseff und Cristina Fernández zum Ausdruck, Führungspersönlichkeiten Unseres Amerika. Desgleichen entsendete er eine Botschaft der Unterstützung an Rafael Correa und Lenín Moreno in Ecuador, sowie an Daniel Ortega in Nicaragua.