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Der Entwaffnungsprozess der Guerrillagruppe sollte Anfang Juni beendet sein. Photo: Reuters

Bogotá — Der Hohe Beauftragte für den Frieden in Kolumbien, Sergio Jaramillo, bestätigte, dass heute die Entwaffnung der Guerillagruppe in den Zonen und Übergangspunkten beginnt, wo sich etwa 7.000 Mitglieder dieser Guerrilla aufhalten, berichtet PL.

„Aufgrund des verspäteten Einzugs in diese Stellen - wegen der Verzögerung in der Errichtung derselben – müssen wir das erfüllen, was noch nicht getan wurde: die Registrierung der Waffen, die Lagerung jener, die als Begleitwaffen gelten, und die Zerstörung handwerklich hergestellter Sprengstoffe, neben weiteren Schritten“, kommentierte der Regierungsberater in Erklärungen gegenüber der Presse.

In Übereinstimmung mit dem ursprünglich vorgesehenen Chronogramm muss dieser Vorgang Ende Mai beendet sein, wenn die FARC-EP sich anschicken, ihre politische Partei zu gründen.

Am vergangenen 24. November unterzeichneten Präsident Juan Manuel Santos und der Führer dieser Bewegung, Timoleón Jiménez, das endgültige Abkommen, um nach über einem halben Jahrhundert des Konflikts die Konfrontationen und Feindseligkeiten zwischen beiden Seiten zu beenden.

Nach Angaben des Strategen der Gespräche mit dieser Gruppierung könnten etwa 1 200 Guerrillakämpfer, die wegen Vergehen wie Rebellion verurteilt worden sind, in den kommenden Tagen amnestiert werden.

Andererseits sagte der Leiter des Verhandlungsteams der ELN, Pablo Beltrán, am Dienstag, dass jene Guerrilla die vor mehreren Wochen eingeleitete Offensive erst einstellen werde, wenn es zu einem Waffenstillstandsabkommen mit der kolombianischen Regierung komme.

Auf diese Weise antwortete er dpa zufolge dem Minister des Inneren, Juan Fernando Cristo, der sagte, dass die gewalttätigen Aktionen der bewaffeneten Gruppierung die Verhandlungen gefährden, die am vergangenen 7. Februar in Ecuador eingeleitet worden waren.

Beltrán sagte in Quito, dass die Nationale Befreiungsarmee (ELN) ihre Angriffe erst dann einstelle, wenn es im Rahmen eines Friedensprozesses zu einem bilateralen Waffenstillstandsabkommen komme.

Die Regierung von Santos hält jedoch daran fest, dass dieser Schritt erst dann erfolge, wenn der Verhandlungsprozess bis zu einem unumkehrbaren Punkt vorangeschritten sei, wie es im Falle der FARC-EP geschah.

Die ELN bekannte sich zu einem Sprengstoffangriff im Zentrum von Bogotá, der am 18. Februar dieses Jahres einen Polizisten tötete und über 20 Verletzte hervorrief.