OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: Jorge Luis González

PARIS – Die Blockade der USA verstößt gegen internationales Recht und stellt das Haupthindernis für die Entwicklung der karibischen Nation dar, bestätigten gestern in Frankreich die Teilnehmer an einem Kolloquium über die Aktualität der Insel.

Der kubanische Botschafter in Paris, Héctor Igarza, stellte fest, dass trotz der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen mit Washington die US-amerikanische Regierung weiterhin diese wirtschaftliche, kommmerzielle und finanzielle Belagerung anwendet, deren exterritoriale Reichweite in den letzten Jahren gewachsen ist.

„Ein Beispiel hierfür ist, dass seit dem Jahr 2009 Strafen gegen mit Kuba geschäftstätige Banken und ausländische Unternehmen in Höhe von über 14 Milliarden Dollar verhängt wurden, was einen klaren Verstoß gegen das internationale Recht darstellt“, führte Igarza aus.

Seinerseits wies der Vorsitzende des Strategischen Orientierungsrates des Hochschulinstituts über Lateinamerika, Stéphane Witkowsky, darauf hin, dass die über ein halbes Jahrhundert andauernde Blockade als die am längsten anhaltende Belagerung der modernen Zeit angesehen werden kann.

Ebenso bestätigte er, dass Washington zahlreiche französische Banken sanktionierte, trotz dessen, dass die Geschäfte mit Kuba in strikter Erfüllung des internationalen Rechts ausgeführt wurden.

Der französische Intellektuelle Salim Lamrani, Veranstalter des Kolloquiums im pariser Haus Lateinamerikas, äußerte die Meinung, dass um die Blockade zu konfrontieren es notwendig sei, einen Kampf politischer Art weiterzuführen.

Für den Universitätsdozenten und Essayisten ist es dringend notwendig, auf internationaler Ebene die Illegalität dieser Gesetze anzuklagen, die in der Gegenwart das Haupthindernis für die Entwicklung Kubas darstellen.(PL)