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Juan Pablo Pozo, Vorsitzender des CNE von Ecuador. Photo: Prensa Latina

QUITO – Der Vorsitzende des Nationalen Wahlrates (CNE), Juan Pablo Pozo, räumte am Dienstag ein, dass die Tendenz eine zweite Wahlrunde zwischen den Präsidentschaftskandidaten Ecuadors anzeige, er aber die endgültigen Ergebnisse abwarte, um die Stichwahl zu bestätigen.

„Wir haben eine ausgeprägte Tendenz, und wenn es so bleibt, wird es eine zweite Wahlrunde geben“, drückte der Vertreter auf einer Pressekonferenz aus, bei der er darüber informierte, dass nach Auszählung von 94,6 % der Stimmzettel Lenín Moreno, von der regierenden Alianza PAÍS, 39,20 % der Stimmen auf sich vereint, während der Vertreter der Rechtskonservativen, Guillermo Lasso, 28,37 % erreicht.

Nach der Möglichkeit befragt, dass nach Auszählung des geringen ausstehenden prozentualen Anteils der Stimmen einer der Kandidaten die notwendigen 40 % erreicht, um zum Sieger in der ersten Runde erklärt zu werden, antwortete Pozo, dass die nicht möglich sei.

Er wiederholte jedoch, dass die offizielle Ankündigung, dass es eine zweite Wahlrunde in Ecuador gebe, erst vorgenommen werde, wenn die hundertprozentige Auszählung der Stimmzettel abgeschlossen sei.

Diesbezüglich informierte der Vorsitzende des CNE, dass bisher nur die Gesamtergebnisse aus sechs Provinzen des Landes fehlten.

Wenige Minuten vor der dem Erscheinen von Pozo erklärte Lenín Moreno, auf eine eventuelle Stichwahl vorbereitet zu sein.

„Falls es eine zweite Wahlrunde gibt, so tragen wir bereits die Uniformen der Kampagne“, stellte Moreno fest, der unterstrich, dass er in den Wahlen vom vergangenen Sonntag Lasso um über eine Million Stimmen übertroffen hatte.

Der Bankier kündigte seinerseits an, dass er vor dem Sitz des CNE in Quito sein werde, wo sich seit zwei Tagen mehrere Hundert seiner Anhänger konzentrieren, um die Ausrufung der Stichwahl zu fordern, die am kommenden 2. April stattfinden würde.

Außer der Wahl des neuen Präsidenten und Vizepräsidenten mussten die 12, 8 Millionen Ecuadorianer am vergangenen Sonntag die 137 Mitglieder der Nationalversammlung und die fünf Vertreter des Landes vor dem Andenparlament wählen.

Parallel zur Wahl der neuen Behörden wurde eine Volksbefragung darüber ausgeführt, ob es angebracht sei oder nicht, dass die durch die Stimmen des Volkes gewählten Vertreter ihre Vermögen in den sogenannten Steuerparadiesen deponiert haben.