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LA PAZ – Tausende von Bolivianern gingen aus Protest gegen die Lüge vom 21. Februar 2016, die das Ja zum Referendum für das Wiederantreten des Präsidenten Evo Morales zu den Wahlen 2019 verhinderte, auf die Straße, wie PL berichtete.

Mit dem Wahlspruch „Nochmal Evo” zeigten Vertreter der Bewegung zum Sozialismus (MAS) sowie soziale und gewerkschaftliche Organisationen ihre Unterstützung des Veränderungsprozesses, den der erste indigene Präsident des Andenstaates auf den Weg gebracht hatte

Der Rechtsanwalt des Gewerkschaftsbundes der Landarbeiter Boliviens, Rodolfo Machaca, sagte, an der Aktion hätten die verschiedensten Sektoren der bolivianischen Gesellschaft teilgenommen.

Am 21. Februar 2016 wurde in Bolivien ein Referendum durchgeführt, um eine Teilreform der Verfassung dieses Landes, die eine vierte Amtszeit von Evo Morales in Betracht zog, zu befürworten oder abzulehnen, hieß es bei Telesur.

Der Vorschlag, der von sozialen Bewegungen eingebracht worden war, sah vor, die Wiederwahl des Amtsinhabers und des Vizepräsidenten Álvaro García Linera für die Legislaturperiode 2020-2025 zu ermöglichen. Es siegte aber laut der Obersten Wahlbehörde das Nein mit 51,31 % der abgegebenen Stimmen.

Über 6,5 Millionen Wähler waren zu den Urnen gerufen worden inmitten einer Medienkampagne, die von der bolivianischen Exekutive als schmutzig bezeichnet wurde. Als Sektoren der Rechten Boliviens verbreiteten, „das Volk“ habe Nein gesagt, blieb unerwähnt, dass sich 49 % für das Ja entschieden hatten.

Die Diskreditierungskampagne gegen Präsident Morales war von der Opposition orchestriert worden. Mehrere Kommunikationsmedien hatten gezielt Falschmeldungen in die Welt gesetzt, die durch die sozialen Netzwerke zirkuliert waren.