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QUITO- Verschiedene lateinamerikanische Intellektuelle waren am Dienstag übereinstimmend der Auffassung, dass die jüngsten Niederlagen linker Regierungen auf dem Kontinent kein Zeichen für das Ende des Zyklus dieserr politischen Strömung in der Region darstelle.

Allerdings habe man der Tatsache zu wenig Beachtung geschenkt, dass zeitgleich mit der Regierungsübernahme der ersten progressiven Führer die Gegenoffenive der Rechten in Gang gesetzt wurde, sagte Isabel Ramos bei dem am Vorabend der Wahlen in Ecuador vom Netz der Intellektuellen zur Verteidigung der Menschheit organisierten Treffen im Haus der Ecuadorianischen Kultur.

Nach Meinung von Ramos spielen bei dem Versuch die Macht zurückzugewinnen, den der ecuadorianische Präsident Rafael Correa als ein konservative Restauration bezeichnet, die Kommunikationsmedien eine herausragende Rolle.

Nachdem der venezolanische Führer Hugo Chávez mit seinem Wahlsieg 1998 den Startschuss für weitere progressive Regierungen in Lateinamerika gegeben habe, lasse sich der Ausbau eines negativen medialen Plans beobachten, der darauf zielt, den Regierenden der Linken die Legitimität zu entziehen.

Der argentinische Politologe Atilio Borón stellte fest, dass der Sieg dieser Regierenden die hegemoniale Sicht des Kontinents, die die Vereinigten Staaten immer gehabt hätten, aus den Angeln geworfen habe und sie dieses sofort als eine Bedrohung ihrer Interessen angesehen hätten.

Bei dem Treffen mit dem Titel „Für die Zukunft Ecuadors und Lateinamerikas“ sprach auch die kubanische Journalistin Katiuska Blanco, die die politischen und sozialenFortschritte, die in den letzten Jahren erreicht wurden, betonte, vor allem aber auch die im Bereich Souveränität und Unabhängigkeit.

Heute sei es undenkbar sich ein unterwürfiges Lateinamerika vorzustellen, sagte Blanco, nachdem sie daran erinnert hatte, dass auch die Vereinigte Staaten nicht mehr über die Macht verfügten, die sie noch vor 30 Jahren gehabt hätten.

Das Treffen der lateinamerikanischen Intellektuellen und Künstler endet heute mit einer Erklärung zur Unterstützung des Präsidentschaftskandidaten der regierenden Alianza PAIS, Lenin Moreno. (PL)