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Das Anwesen Hacienda Cashapamba südlich der ecuadorianischen Hauptstadt wird die Friedensgespräche beherbergen. Photo: FLICKR

Vertreter der Regierung Kolumbiens und der Armee der Nationalen Befreiung (ELN) eröffnen am Dienstag in dem südamerikanischen Land die öffentliche Phase der Friedensgespräche, mit denen ein seit über 50 Jahren währender bewaffneter Konflikt beendet werden soll, heißt es in einer Mitteilung von Prensa Latina.

Der Ort für die formale Eröffnung der Gespräche ist das Anwesen Hacienda Cashapamba der Päpstlichen Katholischen Universität von Ecuador in der Gemeinde Sangolquí, südlich der Hauptstadt Quito.

Die im März bei einem Treffen in Caracas (Venezuela) festgelegte Tagesordnung besteht aus sechs Punkten: Beteiligung der Gesellschaft beim Aufbau des Friedens, Demokratie für Frieden, Transformationen für Frieden, Opfer, Ende des Konflikts und Implementierung des Abkommens.

Das Verhandlungsteam der Regierung von Präsident Juan Manuel Santos wird vom ehemaligen Minister Juan Camilo Restrepo angeführt und ihm gehören außerdem die ehemalige Umweltministerin Luz Helena Sarmiento, Generalmajor (a.D.) Eduardo Herrera Berbel sowie die Spezialisten Alberto Fergusson, Jaime Avendaño und Maria Alejandra Villamizar an.

Der Verhandlungsführer der ELN wird Pablo Beltrán sein, der von Aureliano Carbonel, Gustavo Martínez, Bernardo Téllez und Consuelo Tapias begleitet sein wird.

Der Dialog wurde vereinbart, nachdem Meinungsunterschiede gelöst und die beiderseitig im Oktober auferlegten Bedingungen erfüllt wurden, als die Verhandlungen ursprünglich beginnen sollten.

Die Regierung hatte die Freilassung des ehemaligen Abgeordneten Odín Sánchez verlangt, während die Guerilla die Begnadigung einiger ihrer Mitglieder gefordert hatte.

Im Januar kündigten beide Seiten an, dass sie den Forderungen nachkommen und die formalen Gespräche am 7. Januar in Ecuador aufnehmen würden.

Außer Gastgeber Ecuador nehmen vier weitere Länder als Garanten an den Gesprächen teil: Chile, Kuba, Norwegen und Venezuela.

Es wird eine Vereinbarung angestrebt, die den Weg zu einem dauerhaften Frieden in Kolumbien eröffnet, wo seit etwa 53 Jahren bewaffnete Auseinandersetzungen herrschen, die dem Land schwere menschliche und materielle Schäden zugefügt, aber auch die Nachbarstaaten, vor allem in den Grenzgebieten, betroffen haben.