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ADDIS ABEBA – Der Vizepräsident Kubas Salvador Valdés Mesa nahm an diesem Wochenende gemeinsam mit über 300 Äthiopiern, die im Laufe der letzten Jahrzehnte in Kuba studiert hatten, an einem Akt der Solidarität mit der Karibikinsel teil, wie PL berichtete.

Die bewegende Veranstaltung, die im Park der Märtyrer der Hauptstadt stattfand, war von Gruppen der dortigen Kuba-Solidarität organisiert worden, um dem historischen Führer der kubanischen Revolution Fidel Castro und den 163 Kubanern, die bei der Verteidigung Äthiopiens gegen die Aggression Somalias gefallen waren, Tribut zu zollen.

Der Bürgermeister Addis Abebas Deriba Kuma hob den Mut der internationalistischen Soldaten hervor und hieß die durch Valdés Mesa angeführte kubanische Delegation willkommen, die an den Aktivitäten zum 28. Gipfel der Afrikanischen Union (UA) teilnimmt.

Valdés Mesa wies darauf hin, dass wir am selben Tag, an dem der 164. Geburtstag des kubanischen Nationalhelden José Martí begangen wird, „die kubanischen Kämpfer ehren, die vor 40 Jahren den ehrenhaftesten Beweis für kubanischen Internationalismus auf äthiopischem Boden antraten“.

Die sogenannte Operation Baraguá, die ihren Namen von dem größten Akt revolutionärer Unbeugsamkeit der Kubaner während des Krieges um die Unabhängigkeit von Spanien ableitete, habe diesem afrikanischen Land über 10.000 Mann zur Verfügung gestellt, die an der Seite der tapferen äthiopischen Soldaten gekämpft hätten, fügte er laut PL hinzu. Ziel war damals die Befreiung des von Somalia besetzten Territoriums von Ogadén, was im März 1978 erreicht wurde.

In dem Park, in dem die Veranstaltung stattfand, errichteten äthiopische Behörden, angeregt durch Gruppen der Solidarität mit Kuba, im Jahre 2007 eine Gedenkstätte für die Märtyrer der größten Antillen-Insel. Den erwähnten 163 Gefallenen zu Ehren legte Valdés Mesa ein Blumengebinde nieder.