OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS

GENF — Kuba erklärte am Montag im Sitz der Welthandelsorganisation, dass die Wirtschaftsblockade der USA auf fast unveränderte Art und Weise fortgeführt wird, was weiterhin das Haupthindernis für die Entwicklung des Karibiklandes darstellt.

So bekräftigte es die Geschäftsträgerin der Insel vor der UNO in Genf und den internationalen Organismen mit Sitz in der Schweiz, Alina Revilla, als sie an der dreizehnten Untersuchung der Handelspolitik der Vereinigten Staaten in der WTO teilnahm.

Zwei Jahre nachdem Havanna und Washington «beschlossen, ihre diplomatischen Beziehungen wieder aufzunehmen und einen Prozess hin zur Normalisierung ihrer Handels- und Finanzbeziehungen einzuleiten, werden keine wesentlichen Änderungen in der Anwendung der Blockadepolitik gegen unser Land festgestellt», sagte die kubanische Vertreterin.

Revilla bestätigte «die im Bereich der Diplomatie und der Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern verzeichneten Fortschritte», trotz derer die Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade jedoch weitergehe.

Die Diplomatin argumentierte, dass im März 2016 Maßnahmen angekündigt worden seien wie zum Beispiel kubanischen Bürgern und Finanzinstituten erstmalig seit Bestehen der Blockade für bestimmte Transaktionen die Nutzung des Dollars zu gestatten.

Dies habe sich jedoch in der Praxis nicht bestätigt, während weiterhin die Verfolgung der kubanischen Aktivvermögen im Ausland fortgesetzt wird.

«Die Blockadepolitik gegen Kuba ist noch immer das Haupthindernis für die Entwicklung des Landes, da sie sämtliche Wirtschaftsbereiche beeinträchtigt, eine wesentliche Steigerung der Finanzkosten hervorruft und den Zugang zu externen Finanzquellen behindert», stellte Revilla fest.

Sie fügte hinzu, dass daraus folgend die Anstrengungen Havannas, Eingang in das System des Welthandels zu finden, unter besonders schwierigen Umständen vor sich gehen, aufgrund einer Politik, die im Widerspruch zu den Prinzipien des freien Handels steht.