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LA PAZ – Bolivien werde erneut in diesem Jahr das Wirtschaftswachstum Südamerikas anführen, versicherte am gestrigen Sonntag, unterstützt durch Prognosen internationaler Agenturen, Präsident Evo Morales, und er schrieb dies der Verstaatlichung der natürlichen Ressourcen des Landes zu.

Bolivien werde bereits nicht mehr als ein armes Land angesehen, sagte der Amtsinhaber bei der Inbetriebnahme eines Kanalisationssystems für Abwässer, das zirka 1.500 ländlichen Familien des Bezirks Arani im zentral gelegenen Raum Cochabamba zugutekommen wird, hieß es bei Prensa Latina.

Laut dem Internationalen Währungsfonds (IMF) habe es in diesem Jahr einen Anstieg des Bruttoinlandprodukts um 3,8 % gegeben, während die Weltbank von 3,7 % ausgehe, fügte der indigene Staatschef hinzu.

Unterdessen sprächen die Wirtschaftskommission für Lateinamerika der Vereinten Nationen (Cepal) und andere Studien von einem Wachstum nahe 5,0 %, aber mit gleich welcher Ziffer sei Bolivien an erster Stelle im Hinblick auf das Wirtschaftswachstum Südamerikas, sagte er.

Dies sei kein Vermächtnis von Evo Morales, stellte er klar, sondern eines des gesamten bolivianischen Volkes, der sozialen Bewegungen und des historischen Kampfes für die Nationalisierung der natürlichen Ressourcen.

“Wirtschaftlich war das beste, was wir in diesen Jahren gemacht haben, die Verstaatlichung unserer Naturschätze; von diesem Moment an änderte sich die ökonomische Lage des Landes und jetzt können wir mittlere und kleine Arbeiten in allen Gemeinden in Angriff nehmen“, erklärte der Präsident.

In gleicher Weise hob er die in Entwicklung befindlichen großen Projekte hervor, wie den Bau von asphaltierten Straßen, die Mittel zur Integration in einem Land darstellen, in dem es zwischen vielen Regionen keine terrestrische Verbindung gab. (PL)