OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS

Paris – Der franzöische Präsident François Hollande setzte sich für ein Ende der Blockade der Vereinigten Staaten gegen Kuba ein und sagte, dass diese Politik gegenwärtig keinen Sinn mache, heißt es in Erklärungen, die heute vom Elysée Palast verbreitet wurden.

In einer Rede anlässlich des 70. Jahrestags der Gründung der Casa de América Latina in Paris drückte der Präsident seine Ablehnung gegenüber dieser wirtschaftlichen, kommerziellen und finanziellen Belagerung aus, unter der das kubanische Volk leidet.

„An diesem Jahrestag, den wir heute feiern“, sagte er, „müssen wir uns einmal mehr dafür einsetzen, dass diese Bestrafung des kubanischen Volkes endlich ein Ende hat“.

Auf der anderen Seite lobte der Staatschef die sieben Jahrzehnte andauernden Bemühungen der Casa de América Latina als Säule der Beziehungen zwischen dem lateinamerikanischen Kontinent und Frankreich.

Er erinnerte an die die Institution begründenden Werte, die bis in die Gegenwart gültig seien: Respekt vor der Unabhängigkeit, Willen angesichts der kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Hegemonien nicht zurückzuweichen, nicht in die Spaltung der internationalen Szene zu verfallen und die Verteidigung der Gerechtigkeit und der Solidarität.

Hollande versicherte, dass Frankreich viel von Lateinamerika gelernt habe, was Fragen wie die Suche nach Einheit in der Vielfalt angingen, denn die Mestizen- Gesellschaften dieser Region haben gelernt zusammenzuleben.

Er hob auch das von allen geteilte Ideal der Suche nach dem Frieden hervor und bekräftigte in diesem Zusammenhang seine Unterstützung des Friedensprozesses in Kolumbien.

Er sandte eine Botschaft der Solidarität an das kürzlich von Hurrikan Matthew heimgesuchte Haiti und bekräftigte den Willen Frankreichs, es beim Wiederaufbau zu unterstützen.
Die 1946 gegründete Casa de America Latina in Paris wird von großer Bedeutung für die Diplomatie angesehen und vom Außenministerium als „ ein Schaufenster der lateinamerikanischen Kreativität in Frankreich“ bezeichnet.

In einem am Dienstag verbreiteten Kommuniqué nannte das Außenministerium sie „ ein herausragendes Werkzeug für die Diplomatie und ein privililegierter Ort für die lateinamerikanischen Botschaften, der „es verstanden hat sich seit den 80er Jahren wiederzuerfinden und in eine kulturelle Referenz von großem Reichtum zu verwandeln“.
Die Casa ist auch ein Raum, der den Kunstaustellungen und der Kreativität gewidmet ist. Dort finden in jedem Jahr fünf oder sechs Ausstellungen, 40 Konzerte und etwa 300 Konferenzen statt, viele von ihnen auf Vorschlag der Botschaften und des dichten Netzes von Vereinigungen der Kultur und der franko-lateinamerikanischen Forschung.