OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: Prensa Latina

MADRID - Die Botschaft Kubas in Spanien gab am Mittwoch bekannt, dass das Unternehmen für Post- und Kurierdienste TNT, unter Befolgung der von den USA gegen unser Land verhängten Blockademaßgaben, dem kubanischen Generalkonsulat in Madrid die Dienste verweigert hat.

Die Botschaft führte weiter aus, dass bereits im Juni besagtes Unternehmen zwei postalische Sendungen, die Pässe von im Ausland wohnhaften Kubanern enthielten, zurückbehielt und wieder an das Konsulat schickte.

Beide Sendungen, die an die Botschaften Kubas in China und Indonesien gerichtet waren, wurden an das Konsulat zurückgeleitet, weil, so geht es kurz und bündig aus der Zollerklärung hervor, es ein „USA Embargo“ gebe, das Wort, das die Vereinigten Staaten benutzen, um ihre seit fast sechs Jahrzehnten andauernde Belagerung Kuba zu bezeichnen.

Eine ähnliche Situation ergab sich bei den diplomatischen Vetretungen Havannas in Österreich und der Türkei, wo TNT ebenfalls mit der gleichen Begründung seine Dienstleistungen verweigerte.

Für den Botschafter Kubas inb Spanien Eugenio Martínez stellt es einen Widerspruch dar, dass die Vereinigten Staaten den direkten Postdienst nach Kuba wiederaufnehmen und gleichzeitig verhindern, dass eine kubanische Vertretung im Ausland einen kommerziellen Dienst für die Versendung ihrer Dokumente in Anspruch nehmen kann.

Aktionen wie diese sind der Beweis dafür, dass die diskrimierenden Maßnahmen der USA gegen Kuba weiterhin Bestand haben, auch wenn die internationale Gemeinschaft ihre Abschaffung fordert“, sagte Martínez.

„Die im Ausland wohnenden Kubaner wurden von dieser Behinderung beeinträchtigt, die zu Verzögerungen führten und die Kosten für sie und die involvierten kubanischen Firmen erhöhten“, heißt es in dem Text weiter.

„Es ist enttäuschend, dass drei kubanischen Konsulaten die Möglichkeit genommen wurde, Dienste eines spanischen Unternehmens in Anspruch zu nehmen“, bedauerte die diplomatische Vertretung. (PL)