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MOSKAU – Mit der Unterzeichnung eines Vertrages zwischen dem Innovationsfonds Skolkovo und der staatlichen Korporation BioCubaFarma am gestrigen Dienstag verstärkten Russland und Kuba die wissenschaftliche und technologische Zusammenarbeit.

In Erklärungen gegenüber Prensa Latina brachte der Erste Vizepräsident von BioCubaFarma Eduardo Martínez die Absicht beider Seiten zum Ausdruck, die Kooperation auf dem Feld der Biotechnologie zu intensivieren.

Laut dem kubanischen Manager existiert der Wille der russischen Regierung und besonders der von Skolkovo, die Bande der Zusammenarbeit mit der kubanischen Biotechnologie enger zu knüpfen.

Kuba sei seit über 30 Jahren auf diesem Sektor tätig – mit konkreten Resultaten, die sich in Produkte und Technologie übertrügen, die heute in 50 Ländern in aller Welt benutzt würden, betonte Martínez.

Dies sei ein langfristiges Abkommen, das die Grundlage für eine Gruppe von Projekten in verschiedenen Bereichen wie kardiovaskulare und neurodegenerative Krankheiten, Krebs sowie landwirtschaftliche Biotechnologie sein werde, führte er aus.

“Wir haben ein Portfolio von zirka 400 Projekten, davon über 100, die durch geistiges Eigentum geschützt sind. Es handelt sich um sehr innovative Projekte, um die erwähnten Krankheiten zu behandeln“, sagte Martínez.

Die Idee sei es, mit Unternehmen zu arbeiten, um die Einführung und Entwicklung dieser Produkte auf dem russischen Markt und in der umliegenden Region zu erreichen.

Das Abkommen, das Ergebnis von zweijährigen Verhandlungen mit Skolkovo ist, wurde vom Vizepräsidenten des Fonds Kiril Kaem und dem Ersten Vizepräsidenten der kubanischen Unternehmensgruppe während der 33. Weltkonferenz des Internationalen Verbandes für Technologieparks und Innovationen paraphiert.

Außerdem unterzeichneten gestern die Unternehmen Cubana de Aviación und Air Caraibes einen Vertrag, der die gemeinsame Nutzung der Flüge beider Unternehmen ermöglichen wird.

Während der Tourismus-Ausstellung Top Resa mit Sitz in Frankreich, sagte die Direktorin von Cubana de Aviación in diesem europäischen Land Lourdes Hermelo, dies werde einen merklichen Anstieg in der Häufigkeit der Verbindungen zwischen Frankreich und Kuba mit sich bringen.

Überdies werde es dazu beitragen, den Passagieren mehr Optionen für ihren Aufenthalt auf der Insel anzubieten, bemerkte sie gegenüber Prensa Latina.

Der Vorstandsvorsitzende von Air Caraibes Marc Rochet unterstrich die Bedeutung der Abmachung, die die Verbindungen „zweier Nationen, die durch eine kulturelle, historische und freundschaftliche Beziehung miteinander liiert sind“ weiter ausbauen werde.

In diesem Kontext begann am gestrigen Dienstag der kubanische Minister für Außenhandel und Ausländische Investition Rodrigo Malmierca den dritten Tag seines Arbeitsbesuches in Italien. Als Teil seines Programms stand ein Treffen mit Führungskräften internationaler Organismen wie auch italienischer Institutionen an.

Vorher hatte Malmierca zusammen mit seinem Amtskollegen für Wirtschaftliche Entwicklung Carlo Calenda an der Eröffnung der fünften Sitzung des Unternehmenskomitees Kuba-Italien teilgenommen. An diesem Treffen waren mehr als 100 Repräsentanten italienischer Unternehmen und Einrichtungen zugegen, die mit Kuba Handel treiben oder an der Aufnahme von Handelsbeziehungen mit der Insel interessiert sind.