OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS

BOGOTÁ – Der Führer der FARC-EP, Timoleón Jiménez, befindet sich in San Vicente de Caguán, um die X. Konferenz der Guerillagruppierung zu leiten, die am Samstag im südlichen Departement von Caquetá eröffnet wird.

Der Kabelfernsehkanal und die Tageszeitung Bogotás El Tiempo zeigten am Dienstag Bilder der Ankunft des Führers der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens – Volksarmee, der von Kuba aus, dem Ort, an dem die Friedensgespräche zwischen Regierung und Aufständischen ihren Abschluss fanden, in Kolumbien eintraf.

Der Kommandant der FARC-EP traf begleitet von Pastor Alape und anderen Guerillaführern in La Macarena ein.

Wie eigene Quellen berichten wird sich Jiménez vor der Konferenz mit 12 Kommandeuren der FARC-EP treffen, um das erste Treffen dieser Art, dass die Guerilla in der Legalität durchführt, vorzubereiten.

Der FARC-EP Führer sagte in einer Filmaufnahme, die über Youtube verbreitet wird, dass jede Konferenz der FARC-EP ihre Besonderheiten gehabt habe, aber diese jetzt von entscheidender Bedeutung sei.

„Alles, was wir jetzt tun, wird uns in großem Maße dabei helfen, auf der Suche der Ziele, die für für die Zukunft haben, voranzukommen“, sagte er laut PL.

Er fügte hinzu, dass man bei anderen Konferenzen über die Kriegspläne gesprochen habe, aber dieses Mal werde man Prozesse und Initiativen hin zum Frieden und zur Vertiefung der Demokratie in Kolumbien besprechen.

Die X. Konferenz der FARC-EP wird bis Freitag den 23. September andauern, und daran werden an die 200 Delegierte der Guerilla teilnehmen, angeführt von 29 Mitgliedern des Generalstabs.

Mit diesem Treffen macht die Guerillabewegung den Weg hin zu einer legalen politischen Partei frei, die bereits bei den Friedenverhandlungen zugelassen wurde und im Nationalkongress vertreten sein wird.

UNO STIMMT SENDUNG VON FRIEDENSMISSION ZU

Der Sicherheitsrat stimmte am Dienstag der Sendung einer politischen UNO-Mission zu, die den zwischen der Regierung Kolumbiens und der FARC-EP vereinbarten Waffenstillstand überwachen soll, berichtet AP.

Die einstimmig angenommene Resolution autorisiert die Sendung einer Mission von bis zu 450 Beobachtern und einer gewissen Anzahl von Zivilisten an 40 relativ zerstreut voneinander liegenden Stellen, um die Waffenübergabe der Guerilla zu kontrollieren.

Der Sicherheitsrat hatte im Januar bereits der Schaffung dieser Mission zugestimmt, die die internationale Komponente des Dreiparteienmechanismus darstellt, der den Waffenstillstand überwacht, zu dem auch Vertreter der Regierung und der FARC-EP gehören.

Die Diplomaten sagen, dass die Mission für den 26. September bereit sein müsste, wenn beide Seiten in Cartagena eine formale Friedensvereinbarung unterschreiben und für den 2. Oktober, wenn über besagten Vertrag in einem nationalen Referendum abgestimmt wird.

„Wir Kolumbianer werden die Chance haben, die Türen für eine bessere Zukunft zu öffnen, mit einem stabilen und dauerhaften Frieden, den wir mit Unterstützung des Sicherheitsrats und der Vereinten Nationen errichten können“, sagte die kolumbianische Botschafterin vor der UNO, Maria Emma Mejía.