OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS

VEREINTE NATIONEN — Kuba rief am Mittwoch in der Generalversammlung der Vereinten Nationen dazu auf, die Doppelmoral, Selektivität und politische Manipulation der Menschenrechte zu verbannen.

Am zweiten und letzten Arbeitstag des Forums auf hoher Ebene zu diesem Thema wies die alternierende Ständige Vertreterin Kubas, Ana Silvia Ro­dríguez, darauf hin, dass jene Praktiken „die vorhergehende Menschenrechtskomission scheitern ließen.“

„Der Menschenrechtsrat entstand, um eine wahrhafte Zusammenarbeit in diesem Bereich einzurichten, aber wir müssen bedauern, dass er in den letzten Jahren immer stärker auf den gleichen Wegen verläuft wie die deaktivierte Komission“, stellte sie fest.

Rodríguez wies die Auferlegung von Rezepten oder Modellen zurück, die für die Aufrechterhaltung der Interessen der Hegemonischen Beherrschung aufgestellt wurden und trat dafür ein, die Inthronisation von Konzepten und Doktrinen zu verhindern, die nicht das Ergebnis einer umfassenden Debatte und des Konsenses der Mitgliedsstaaten der UNO sind.

Nach den Worten der Diplomatin sind auch die koerzitiven unilateralen Maßnahmen unangebracht, die der Charta der Vereinten Nationen und dem internationalen Recht widersprechen, weil sie einen Angriff auf den Genuss der Menschenrechte darstellen.  

In diesem Sinne erinnerte sie daran, dass Kuba noch immer unter den Auswirkungen der Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade leidet, die von den Vereinigten Staaten seit über einem halben Jahrhundert aufgezwungen wird.

Es handelt sich, unterstrich sie, um eine flagrante, massive und systematische Verletzung der Menschenrechte der Kubaner.

Die Botschafterin der Insel bestand auf der Rolle der Zusammenarbeit als Weg zur Behandlung dieses Themas und hob in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Universellen Periodischen Überprüfung durch den Menschenrechtsrat hervor.

„Dies ist das geeignete Instrument, um die Menschenrechtssituation in allen Ländern zu behandeln, ohne Ausnahmen, Privilegien noch Politisierung“, stellte sie in der Generalversammlung fest.

Auf die Diskussion der Bedeutung der im September vergangenen Jahres angenommenen Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung während des Forums eingehend, bezeichnete Rodríguez sie als „eine gute Plattform für die Verbreitung und den Schutz der Menschenerechte“.

Für die alternierende Ständige Vertreterin Kubas vor der UNO ist die Einführung einer einbeziehenden, gerechten und solidarischen internationalen Ordnung eine dringende Aufgabe. Diese soll die Forderungen von fast 800 Millionen Menschen, die Hunger leiden, sowie von einer ähnliche Anzahl Analphabeten berücksichtigen und soll dem alljährlichen Sterben von sechs Millionen Kindern aus vermeidbaren Gründen ein Ende setzen.