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Die Region begegnet einer politischen und wirtschaftlichen Konjunktur, die große Herausforderungen stellt, um zu einer universellen Gesundheitsversorgung voranzuschreiten. Foto: ABI

COCHABAMBA, Bolivien — Die Direktorin der Pamamerikanischen Gesundheitsorganisation (PAHO), Carissa Etienne, dankte Kuba am Dienstag für die Hilfe sowohl in der Ausbildung von Fachpersonal als auch im Entsenden von Ärzten in zahlreiche Länder der Welt.

Als sie in der Stadt Cochabamba am Abschluss des Ersten Internationalen Erfahrungsaustausch zur medizinischen Grundversorgung teilnahm, hob Etienne hervor, dass allein in Brasilien es über 10 000 kubanische Mitarbeiter des Gesundheitswesens gibt.

Die medizinische Hilfe gelangt ebenfalls nach El Sal­vador, Nicaragua, Ecuador und in die kleinen karibischen Länder wie Dominica, sagte die Direktorin der PAHO.

In Bolivien gibt es 706 kubanische Mitarbeiter und etwa einhundert von ihnen sind in das Programm Mi Salud (Meine Gesundheit) eingebunden, das dem Prinzip des Familienarztes und –Krankenschwester in Kuba sehr ähnelt.

Die Direktorin der PAHO hob desweiteren das Programm der Ausbildung von Fachärzten in Kuba hervor, was den Hochschulabschluss vieler bolivianischer Ärzte möglich machte.

PL führt an, dass die kubanische Zusammenarbeit mit den Ländern der Dritten Welt 1960 mit der Entsendung einer Rettungstruppe nach Chile begann, um Opfern eines schweren Erdbebens zu helfen, und im Jahre 1963 reiste die erste Ständige Medizinbrigade nach Algerien, das kurz zuvor seine Unabhängigkeit errungen hatte.

Seitdem haben die kubanischen Fachkräfte ihre Dienste in über 120 Ländern geleistet.

Die Direktorin der PAHO stellte fest, dass die Länder der Amerikas vor einer politischen und wirtschaftlichen Konjunktur stehen, die große Herausforderungen stellt, um zu einer universellen Gesundheitsversorgung voranzuschreiten.

Am Treffen der medizinischen Grundversorgung nahmen außer aus dem Gastgeberland Delegierte aus Ecuador, Venezuela, Kuba, Nicaragua und Brasilien teil.

Etienne lobte auch die von der bolivianischen Regierung getroffenen Maßnahmen, um die medizinische Betreuung auf alle Gemeinden auszudehnen und bezeichnete dies als den richtigen Weg.

Sie erkannte die Fortschritte des südamerikanischen Landes in der Eindämmung der Unterernährung, der Säuglingssterblichkeit, der Armut, des Analphabetismus und der ungleichen Verteilung der Einkommen an.