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Caracas - Der Außenminister Kubas, Bruno Rodriguez Parrilla, forderte am Mittwoch die Bolivarische Allianz für die Völker unseres Amerika (ALBA-TCP) zur Stärkung der Strategien gegen die imperialistische Intervention und die Staatsstreiche auf, die auf dem Kontinent ausgelöst werden sollen, berichtet AVN.
Die Nachrichtenagentur Prensa Latina berichtete ihrerseits, dass der politische Rat der ALBA-TCP gestern in dieser Hauptstadt zusammentrat, um gemeinsame Strategien für die Verteidigung der Region zu besprechen.

 Während seiner Rede rief Rodriguez Parrilla die in der Region bestehenden sozialen und politischen Bewegungen zur Verteidigung jener fortschrittlichen linken Regierungen auf, die unter den Sanktionen ausländischer Mächte leiden. So sei es in Venezuela der Fall, gegen das die Demokratische Charta der Organisation amerikanischer Staaten (OAS) Anwendung finden soll, und in Brasilien, das gegenwärtig einen parlamentarischen Staatsstreich erleidet.

 In seinen Worten, die vom multinationalen Sender Telesur übertragen wurden, sagte der kubanische Außenminister, es sei an der Zeit, angesichts des vom Parlament, der Justiz und den Medien ausgelösten Putsches in Brasilien Alba gegen diese in der Region vor sich gehenden Prozesse zu mobilisieren.

 Er fügte hinzu, dass es unter diesen Umständen dem Politischen Rat des Alba zukomme, sich zu aktivieren und die politischen und Volksbewegungen, die fortschrittlichen revolutionären und linken Kräfte der Region, die Gewerkschafts- und Bauernbewegungen, sowie die Intellektuellen dazu aufzurufen, sich gemeinsam der imperialistischen Intervention, den Staatsstreichen und dem Neoliberalismus entgegenzustellen.
Wie AVN berichtete, führte der kubanische Diplomat dazu aus, dass es notwendig sei, die regionale Einheit und die durch den Kontinent erreichten Errungenschaften in den internationalen Organismen wie der Union Südamerikanischer Nationen (UNASUR) und der Karibischen Gemeinschaft (Caricom) zu festigen.
„Lateinamerika und die Karibik haben sich verändert, wir sind und werden nicht mehr der Hinterhof der Vereinigten Staaten sein. Wir werden die Rückkehr von Zuckerbrot und Peitsche nicht zulassen und ich betone, dass niemand Kuba verführen kann, das immer noch immer blockiert ist und dessen Gebiet Guantanamo noch immer besetzt ist, währenddem versucht wird, Venezuela zu isolieren“.
In diesem Zusammenhang fügte er hinzu, dass die Region derzeit von der US-Regierung und den nationalen Oligarchien bedroht sei. Da diese nicht über die Unterstützung des Volkes verfügen, „gehen sie wieder zu den Putschen über, um die Souveränität über unsere natürlichen Ressourcen, unsere Politik der Unabhängigkeit und sozialen Entwicklung rückgängig zu machen“.
Während seiner Teilnahme an der Beratung sagte Minister Bruno Rodriguez, dass die Geschichte des Kontinents in diesem Kampf definiert werde, den Venezuela gegen die ständigen Bedrohungen führt, und bekräftigte seine Solidarität und die brüderlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern.
„Die Geschichte Lateinamerikas und der Karibik wird in diesem Kampf entschieden. Hier in Venezuela werden wir alle das Erbe von (Hugo) Chavez zum notwendigen Preis verteidigen, und Venezuela hat in Kuba weiterhin ein Bruderland, das bereit ist, dessen Schicksal zu teilen“, führte er aus.

 Dieser Unterstützung schloss sich der hohe Vertreter der Auslandsdienste von St. Kitts und Nevis, Samuel Berridge an, der die in diesen 17 Jahren erzielten Fortschritte hervorgehob, die dank der Vereinbarungen mit PetroCaribe erzielt wurden und den Völkern über verschiedene soziale Missionen zugute kamen.
„Wir sind bestärkt durch das Modell des sozialen Zusammenhalts, das in Venezuela existiert hat", sagte Berridge, während er seine Unterstützung für die Initiativen zum Dialog zum Ausdruck brachte, die die Regierung des Landes ausführt und die von UNASUR begleitet werden.

„St. Kitts und Nevis ist solidarisch mit der Regierung und dem Volk von Venezuela verbunden und engagiert sich, um den Eintritt einer neuen Ära des Wirtschaftswachstums und der Entwicklung in Venezuela zu gewährleisten. Venezuela ist ein wichtiges Mitglied in unserer Hemisphäre. Wir sind nicht daran interessiert, es geschwächt zu sehen und dies nützt weder dem Alba noch dem Rest der Hemisphäre“, sagte er.
Ihrerseits zeigte die Außenministerin der Bolivarischen Republik Venezuela, Delcy Rodríguez, an, dass die Medien-Kampagnen gegen die linken Regierungen in der Region das Ziel verfolgen, ein geeignetes Szenarium für die Rechtfertigung der imperialen Aggressionen zu schaffen.
„Die Völker wollen nicht zurück in das dunkle Jahrzehnt des Neoliberalismus, sie wollen nicht erneut unterjocht werden und politisch, wirtschaftlich, finanziell dem Internationalen Währungsfonds ausgeliefert sein“, führte sie aus.
Wie der venezolanische Präsident, Nicolas Maduro, erklärte, war das Hauptthema der Diskussion die Notwendigkeit, eine gemeinsame Strategie für die Verteidigung und Befreiung unseres revolutionären Prozesses zu schaffen.
Der Außenminister Ecuadors, Guillaume Long, verwies darauf, dass die Einheit der Länder des ALBA-TCP notwendig sei, um den Angriffen der globalen Rechtskräfte gegen die Region begegnen und entgegenwirken zu können.
Auch der Minister der Präsidentschaft von Bolivien, Juan Ramon Quintana, verurteilte im Namen seines Volkes jeden Angriff gegen die venezolanische Demokratie.