OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: Yander Zamora

Die kubanische Sexologin und Abgeordnete Mariela Castro klagte vor den Vereinten Nationen die Auswirkungen der von den USA über die Insel verhängte Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade bei deren Bemühungen zur HIV/AIDS Vorbeugung und Bekämpfung an.

Im Interview mit Prensa Latina (PL) präzisierte die Direktorin des Nationalen Zentrums für Sexualerziehung in Kuba, dass die seit über einem halben Jahrhundert angewandte Zwangsmaßnahme die Aktivitäten Kubas gegen die Seuche verteuere und behindere.

„Sie vermag uns nicht aufzuhalten, aber man kann die Blockade in einer Zeit nicht ignorieren, in der wir den Ehrgeiz haben, das internationale Ziel zu erreichen, die Krankheit bis 2030 zu besiegen“, sagte die Teilnehmerin der Inseldelegation beim Treffen auf hohem Niveau zum Thema HIV/AIDS, das für heute durch die UNO-Vollversammlung anberaumt worden war.

Mariela Castro verfocht diese Haltung, weil die Mitgliedsstaaten der Organisation und das System der Vereinten Nationen selbst ihre Forderungen nach Ausmerzung der unilateralen Sanktionen durch die Vereinigten Staaten verstärken, die trotz der Wiederherstellung der diplomatischen Beziehungen zwischen Havanna und Washington unvermindert in Kraft sind.

Die Sexualforscherin erwähnte auch die Herausforderung, der sich Kuba ausgesetzt sieht durch seine Bewertung als Land mit mittlerem Einkommen, was bedeutet, dass es weniger Mittel zu seiner Unterstützung erhält.

In Übereinstimmung mit der Abgeordneten seien der politische Wille der kubanischen Regierung und ihres Systems sowie Kubas öffentliches Gesundheitswesen Stärken, die es ermöglichten, in dem komplexen Szenario an eine erfolgreiche Antwort auf eine Epidemie zu glauben, die weltweit seit 1981 über 34 Millionen Tote gefordert hat.

„Wir haben jetzt schon Ergebnisse im Kampf gegen HIV/AIDS, die in der internationalen Gemeinschaft als Vorbilder angesehen werden, aber wir besitzen die Kapazität, noch weiter vorzudringen“, betonte sie.

Sich auf das dreitägige Forum beziehend, das am heutigen Mittwoch beginnt, erinnerte Mariela Castro an den Aufruf der Vereinten Nationen an alle Regierungen, ihre Bemühungen zur Ausrottung der Seuche zu potenzieren.