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Der Präsident des Staats- und des Ministerrats Raúl Castro Ruz und Mohamed Abdelaziz während dessen Staatsbesuchs in Kuba im Jahr 2014. Photo: Estudio Revolución

ALGIER – Der Präsident der Demokratischen Arabischen Republik Sahara, Mohamed Abdelaziz starb an Krebs, wie die algerische Presseagentur, gestützt auf Quellen der Botschaft dieses Landes in Algerien, bekanntgab.

Er war außerdem Generalsekretär der Volksfront für die Befreiung der Saguia el Hamra und des Oro Flusses und Führer seines Volkes im Kampf gegen die Besetzung Marokkos, das nach dem Rückzug Spaniens im Jahr 1975 in dieses Gebiet einfiel, heißt es bei Prensa Latina.

Nach dem Tod des Führers der Frente Polisario meldete das Fernsehen des Landes, dass die Präsidentschaft der Republik Sahara vorübergehend für einen Zeitraum von höchstens 40 Tagen von Parlamentspräsident Khatri Addouh übernommen werde.

Im März empfing Abdelaziz den Generalsekretär der Vereinten Nationen Ban Ki-moon. Während einer Rundfahrt, die auch einen Besuch im Flüchtlingslager Tinduf einschloss, gab Ban Ki-moon Erklärungen ab, in denen er die marokkanische Besetzung eingestand.

Die Reise Bans hatte unter anderem das Ziel, das MINURSO Mandat (Mission der Vereinten Nationen für das Referendum in der Westsahara) zu erneuern. Die Befriedungsmission der Vereinten Nationen wurde 1991 eingerichtet, um die Feuereinstellung aus dem Nachbarland zu beobachten. Marokko blockiert diese Befragung vor allem durch die Ausarbeitung der Volkszählung.

Während eines Staatsbesuch in Kuba im Jahr 2014, wo er vom Präsidenten des Staats- und des Ministerrats Raúl Castro Ruz empfangen wurde, hob er die Solidarität Kubas mit dem Kampf seines Volkes für das Recht auf Selbstbestimmung hervor.

Er sagte, dass trotz der seit über 50 Jahren von den Vereinigten Staaten verhängten Blockade, die kubanische Unterstützung für sein Volk in verschiedenen Bereichen ausgedehnt worden sei.

„Bis jetzt sind über tausend Bürger der Demokratischen Arabischen Republik Sahara in Universitäten und akademischen Institutionen Kubas ausgebildet worden“, sagte er bei dieser Gelegenheit.

Er bedankte sich für die Arbeit der medizinischen Brigaden Kubas, die oft in die Flüchtlingslager im Norden Afrikas reisen, um den Menschen dort das Leben etwas zu erleichtern.

Bei diesem brüderlichen Treffen konnte man die historisch freundschaftlich Beziehungen feststellen, die zwischen beiden Seiten bestehen und die Unterstützung Kubas für eine gerechte und dauerhafte Lösung der Frage der Westsahara, die die Selbstbestimmung der Bewohner der Westsahara garantiert.

Kürzlich übersandte der kubanische Präsident anlässlich der Feier des 40. Jahrestages der Proklamation der Demokratischen Arabischen Republik Sahara im Februar dieses Jahres eine Glückwunschbotschaft an Mohamed Abdelaziz.

Das Schreiben, das vom kubnanischen Botschafter Raúl Barzaga Navas überbracht wurde, bekräftigt den Willen, die brüderlichen Bindungen der Solidarität und Zusammenarbeit, die beide Völker und Regierungen vereinen, verstärkt fortzuführen.

 Mohamed Abdelaziz wurde 1947 in Marrakesch, Marokko geboren. Im Dezember wurde er zum zwölften Mal zum Generalsekretaär der Frente Polisario wiedergewählt.

Abdelaziz nahm 1972 an der Gründung der Frente Polisario teil. Nach dem Tod von El-Ouali Mustapha Sayed wurde er 1976 Generalskretär der Frente. 1982 wurde er zum Präsidenten der Demokratischen Arabischen Republik Sahara gewählt.