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Kuba wird im Rahmen seiner Möglichkeiten an der Hilfe der Länder, die sich in der Entwicklung befinden festhalten, die von Naturkatastrophen und Epidemien heimgesucht werden. Photo: Archivo

ISTANBUL – Kuba wandte sich am Dienstag auf dem Humanitären Weltgipfel in Istanbul gegen die Manipulation und die selektive Nutzung des Leidens von Menschen, die Konflikten oder Naturkatastrophen ausgesetzt sind, zu politischen Zwecken.

Am letzten Tag des Forums rief der Generaldirektor für Multilaterale Angelegenheiten im kubanischen Außenministerium Pedro Núñez Mos­quera dazu auf, die Prinzipien der Charta der Vereinten Nationen und des Völkerrechts zu respektieren, wenn es um die humanitäre Frage geht.

Der Diplomat bestand auf der Notwendigkeit darauf zu achten, dass diese Frage eng mit der Souveränität, dem Selbstbestimmungsrecht der Völker und der Nicht-Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Staaten verbunden sein müsse.

Nach Aussage von Núñez Mosquera bleibe jeder Versuch der Problemlösung ohne Wirkung, wenn im Falle einer Notlage das Prinzip der Zustimmung der betroffenen Länder und deren führende Rolle bei den Hilfsaktionen auf ihrem Staatsgebiet in Frage gestellt oder aufgehoben werde.

Während der letzten Jahre hätten einige westliche Mächte mit dem Argument, eine humanitäre Krise zu lösen, direkte oder indirekte Aggressionen gegen souveräne Staaten durchgeführt oder damit gedroht.

Der kubanische Diplomat machte die Bedenken deutlich die bei Kuba, was das Dokument „Agenda für die Humanität " angeht, bestehen.

„Wir schätzen in diesem Dokument Elemente, die dabei helfen können, humanitäre Herausforderungen von heute zu lindern, aber es weist Lücken und Mängel auf und lässt Fragen offen, die Besorgnis hervorrufen und es behindert die Behebung der Ursachen, die die Krise ausgelöst haben.“

Núñez Mosquera machte deutlich, dass Kuba weder die Aspekte unterstützen könne, die die Souveränität der Staaten beeinträchtigen noch die, die deren Verantwortung und führende Rolle im humanitären Bereich verleugnen.

Auch wenn Kuba nur ein kleines Land sei, werde es im Rahmen seiner Möglichkeiten daran festhalten, den Ländern, die von Naturkatastrophen und Epidemien heimgesucht werden, zu helfen, sagte er.