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Photo: Andes

QUITO – Fast drei Wochen nach dem Erdbeben von 7,8 Grad auf der Richterskala, das Verwüstungen an der Nordwestküste von Ecuador anrichtete, verbleibt die von Kuba gesandte medizinische Brigade in der Katastrophenzone.

„Die Bevölkerung weiß, dass wir hier sind und es kommen immer mehr Patienten“, hieß es in einem Telefongespräch, das Prensa Latina mit José Ernesto Betancourt, dem Chef der Gruppe von Spezialisten und Krankenpflegern führte, die sich in dem südamerikanischen Land aufhalten – an der Seite einer Einheit von Rettungskräften, die bereits 24 Stunden nach dem starken Beben in den Provinzen Manabi und Esmeraldas eingetroffen war.

Laut Betancourt sind die auf Katastrophen- und Epidemien geeichten kubanischen Fachkräfte, nachdem sie vier Tage in einem provisorischen Hospital in der Stadt Bahia de Caráquez gearbeitet hatten, nun ins benachbarte Jama verlegt worden, wo sie das Gesundheitszentrum des Ortes in Funktion halten und durch die umliegenden Gebiete ziehen.

„Zwischen dem 24. April und dem 4. Mai haben wir 29 Ansiedlungen besucht und in dieser Zone des Bezirks Pedernales, der mit am stärksten durch das Beben betroffen war, 2.699 Patienten behandelt“, erklärte der Arzt, der hinzufügte, dass in dieser Zeit 138 chirurgische Eingriffe durchgeführt worden seien.

„Wir sind bestens darauf eingerichtet, in allem zu helfen, das nottut”, sagte Betancourt und wies auch darauf hin, dass die Gruppe plane, noch mindestens zwei Monate in Ecuador zu bleiben.

Zusätzlich zu den Ärzten und Pflegern des Kontingentes Henry Reeve hatte Kuba ein Rettungsteam geschickt, das mit Such- und Bergungsaufgaben befasst war. (PL)