OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS

BOGOTA – Präsident Juan Manuel Santos dankte gestern seinen Amtskollegen Raúl Castro und Barack Obama für ihre Unterstützung bei den Bestrebungen, Kolumbien zu befrieden.

Obama und Raúl Castro hätten bei ihrem Treffen in Havanna über diesen Prozess gesprochen und ihre Unterstützung bekräftigt, verbreitete der kolumbianische Präsident über Twitter.

Vertreter der kolumbianischen Regierung und der Aufständischen der FARC-EP führen seit 2012 in Kuba einen Dialog, um eine konzertierte Lösung im innerstaatlichen Konflikt zu erreichen, der seit über einem halben Jahrhundert andauert und bisher den Tod von 300.000 Menschen verursacht hat.

Als Resultat dieser Gespräche ist man zu einem Konsens bei der integralen Landreform, der politischen Teilnahme, dem Kampf gegen illegale Drogen und dem Thema Opfer gekommen; es steht noch aus, Bedingungen für einen beiderseitigen Waffenstillstand zu schaffen, für die Abgabe der Waffen, für die Demobilisierung der Guerilla und ihre Wiedereingliederung in die Gesellschaft.

Washington hat einen Sonderbeauftragten für besagte Verhandlungen ernannt, für die Kuba Garant ist.

Zusätzlich dazu hatte US-Außenminister John Kerry gestern ein Treffen mit einer Delegation der Verhandlungsexekutive der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens–Armee des Volkes (FARC-EP).

Das Treffen mit Kerry war produktiv – mit ausdrücklicher Unterstützung des Friedensprozesses, hieß es über Twitter vonseiten der Regierungssprecher bei den Unterredungen. Das Sekretariat der FARC-EP bestätigte dies für seine Rebellengruppierung mit den Worten „Wir gehen auf den Frieden zu“.